Die nächste Finte: Assad verkündet Ende der Kämpfe

Der syrische Präsident Bashar al-Assad hat dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon mitgeteilt, die Armeeeinsätze gegen Demonstranten seien "gestoppt" worden. Unterdessen dauern die Kämpfe jedoch an.

Farhan Haq, Sprecher der UN, sagte in einer Erklärung, Assad habe mit der Einstellung der Kämpfe auf die Forderung Bans während eines Telefongesprächs reagiert, dass „alle militärischen Operationen und Massenverhaftungen sofort eingestellt werden“ müssten.

Syrische Oppositionelle allerdings berichten von einem Fortgang der Militäroperationen. In den Städten Homs und Aleppo soll es auch heute Einsätze der Miliz gegen die Bevölkerung gegeben haben.

Insgesamt sollen seit Beginn der Unterdrückung im März fast 2.000 Menschen getötet worden sein, Zehntausende wurden verhaftet. Die Unruhen begannen nach dem Sturz des tunesischen Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali und des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak zu Beginn dieses Jahres.

Der UN-Sicherheitsrat will auf einer Sondersitzung am Donnerstag über Syrien beraten. Am Montag soll eine Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf folgen. „Der Generalsekretär äußerte Besorgnis über die jüngsten Berichte über weit verbreitete Menschenrechtsverletzungen und exzessive Gewaltanwendung durch syrische Sicherheitskräfte gegen die Zivilbevölkerung in Syrien,“ heißt es in der UN-Erklärung.

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