Türkei schießt ersten Beobachtungssatelliten ins All

Die Türkei hat am vergangenen Mittwoch seinen ersten selbst gebauten Satelliten ins All geschossen. Der Start erfolgte um 13.12 Uhr Lokalzeit (9:12 Uhr MESZ) vom Raketenstützpunkt Jasny nahe der kasachischen Grenze aus.

Die ukrainische Trägerrakete vom Typ Dnepr brachte am vergangenen Mittwoch eine ganze Reihe von Kleinsatelliten ins All. Der an Bord befindliche türkische Satellit namens RASAT (zu dt. „Beobachter“), der seine Reise gen Russland bereits am 15. Juni angetreten hatte, soll nun den bereits im Jahr 2006 außer Dienst gestellten Satelliten BILSAT-1 ersetzen. Der türkische Satellit besitzt eine 7,5 Meter schwarz-weiß sowie eine 15 Meter Multiband-Aufzeichnungskapazität. Auch er soll zur Erdbeobachtung dienen.

Für die türkische Forschung war der vergangene Mittwoch ein geradezu historischer Tag. Der vom Wissenschafts- und Technologieforschungsrat der Türkei TÜBİTAK-UZAY konstruierte Satellit ist insgesamt gut 100 Kilogramm leicht und wurde vom Staatlichen Planungsamt DPT finanziert.

RASAT dient forst- und landwirtschaftlichen Zwecken

Für das Land bedeutet der Satellit, gerade mit Blick auf die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit der PKK, zudem eine extreme Verbesserung der eigenen Verteidigung und Überwachung. In erster Linie dient er jedoch dazu Erfahrung auf dem Gebiet zu sammeln und unabhängig von ausländischen Innovationen zu werden. Künftig soll RASAT bei der Stadt- und Regionalplanung behilflich sein. Also vor allem forst- und landwirtschaftlichen Zwecken dienen.

Bereits 16 Minuten nach dem Start hatte der Satellit seine Umlaufbahn erreicht. Um 11.50 Uhr sendete er bereits die erste Signale. Binnen der nächsten 15 Tage sollen nun auch die ersten Bilder folgen.

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