Giftige Kassenbons: Viele Supermärkte betroffen!

Kassenzettel enthalten Giftstoffe, die durch den einfachen Hautkontakt in den Organismus gelangen und gesundheitsschädigende Auswirkungen haben können. Das ist das Ergebnis einer vom Greenpeace Magazin in Auftrag gegebenen Studie. Alternativen zu den Chemikalien gibt es bislang kaum.

Das Gift sitzt auf der Oberfläche der Kassenbons und kann negativen Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns besonders bei Neugeborenen und Kleinkindern haben. Das haben Forscher des Berliner PICA-Instituts in einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie herausgefunden. Schon die kleinsten Dosen sollen sich schädlich auf den menschlichen Organismus auswirken.

Schuld daran sind zwei Chemikalien, die auf der Oberfläche des Thermodruckpapiers des Bons sitzen. Die umstrittene Chemikalie Bisphenol A (BPA) wurde auf den Bons der Einkaufsketten Edeka, Galeria Kaufhof sowie der Deutschen Post nachgewiesen. Besonders in Verbindung mit Kunststoff war die Chemikalie bereits in den letzten Jahren in Kritik geraten. Aus diesem Grund waren EU-weit Babyflaschen verboten worden. In Kassenbons ist der Stoff jedoch ungleich höher konzentriert als in Kunststoff und damit noch schädlicher.

Neuere Studien haben ergeben, dass der Stoff, der sich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen auswirkt, Herzerkrankungen, Brust- und Prostatakrebs und Fruchtbarkeitsprobleme verursacht. Die Chemikalie Bisphenol S (BPS) wiesen die Forscher hingegen in den Quittungen von Aldi Nord, Kaisers, Rewe und den Automaten-Fahrkarten der Deutschen Bahn nach. Die weniger erforschte Chemikalie wird fälschlicherweise mit BPA gleichgesetzt. Nach Ansicht des Umweltbundesamts und des Bundesinstitut für Risikobewertung ist das jedoch falsch. Das BPS soll noch gefährlicher für den menschlichen Körper sein als das BPA.

Allein in den Quittungen von Lidl wurde der Giftstoff nicht nachgewiesen. Der Testsieger deckte allerdings das Geheimnis um seine Quittungen bislang nicht auf.

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