Israel fliegt Vergeltungsschläge auf Gaza

Nachdem bei einer Schießerei im Badeort Eilat im Süden Israels sieben Menschen getötet worden sind, hat die israelische Regierung prompt reagiert. Nur wenige Stunden später gab es einen Luftangriff im Gazastreifen. Erneut verloren nach palästinensischen Angaben sechs Menschen ihr Leben.

Am Morgen waren nördlich des Urlaubsparadieses Eilat, im Grenzgebiet zu Ägypten, zwei Busse, zwei Privatautos sowie ein Armeefahrzeug angegriffen worden. Sechs Zivilisten und ein Sicherheitsbeamter starben bei der offenbar streng durchkoordinierten Aktion. Rund 30 weitere Personen wurden verletzt. Nach Geheimdiensterkenntnissen sollen die Angreifer, die allesamt erschossen wurden, aus dem Gazastreifen stammen.

Dem Terrorangriff in Israel folgte kurz darauf ein Vergeltungsschlag nahe der Stadt Rafah im Gazastreifen. Unter den sechs hierbei getöteten Palästinensern soll auch ein Kind gewesen sein. Zuvor hatte bereits Israels Verteidigungsminister Ehud Barak angekündigt, dass man mit voller Härte gegen die Drahtzieher der Anschläge vorgehen werde.

Mitglied bestreitet Beteiligung der Hamas

Unterdessen hat das führende Hamas-Mitglied Ahmed Jussef den Vorwurf einer Beteiligung der Hamas an den tödlichen Terroranschlägen zurückgewiesen: „Ich glaube nicht, dass Hamas hinter den Angriffen steht“, so Jussuf. „Aber wir preisen die Attentäter, denn sie haben israelische Soldaten angegriffen.“ Israel greife den Gazastreifen schließlich „täglich“ an.

Die Armee im Süden Israels bleibt derweil in höchster Alarmbereitschaft. An den Zugangsstraßen Richtung Eilat wurden Straßensperren und Kontrollpunkte errichtet. Bereits im Jahr 2005 starben hier bei einem Selbstmordanschlag drei Menschen. Erst im März dieses Jahres wurde Israel von einem Terroranschlag heimgesucht. In Jerusalem starben zwei Frauen als ein Sprengsatz an einer Haltestelle explodierte.

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