Tiefster Dax seit 2008: Es war kein „Fat Finger“

Seit Tagen schauen die Anleger gebannt auf die Bewegungen des internationalen Börsenparketts. Nach dramatischen Einbrüchen in der vergangenen Woche hatten einige nun schon auf eine Erholung gehofft. Zu früh: Am Donnerstag fuhr der Dax seinen höchsten Tagesverlust seit drei Jahren ein.

Mit versteinerten Minen blickten die Händler auf die Anzeigentafel. Den Dax-Absturz vom Donnerstag müssen sie erst einmal verarbeiten. Der fiel um ganze 5,82 Prozent auf nun 5602,80 Punkte. New York, London, Paris, Mailand und Madrid folgten auf dem Fuße. An der Wall Street sackte der Dow Jones zwischenzeitlich um mehr als vier Prozentpunkte ab.

„Fat Finger“-Theorie erwies sich als Irrtum

Doch was war der Auslöser? Neben allgemein schlechten Prognosen für die Weltwirtschaft, so waren unter anderem die US-Konjunkturdaten schlechter ausgefallen als erwartet, wurde zunächst angenommen, dass ein fataler Fehler hinter dem fast schon historisch schwarzen Donnerstag stecken könnte. Ein so genannter „Fat Finger“, ein Tippfehler eines Händlers und eine dadurch ausgelöste zu umfangreiche Verkaufsorder, sollte Mitschuld am Desaster sein. Doch das Volumen während der scharfen Abwärtskorrektur im DAX-Future, das sind spekulative Wetten auf die künftige Entwicklung des Leitindex, am Morgen und der Handelsverlauf sprachen schließlich gegen diese Theorie.

Seit 1. Dezember 2008 gab es an der Frankfurter Börse keinen solchen Kursrutsch mehr. Während die Bankenpapiere absackten, nahm der Goldpreis weiter zu. Eine Feinunze (31,1 Gramm) kostete in London sagenhafte 1825 Dollar. So viel musste noch nie für das Edelmetall bezahlt werden.

Mehr hier und hier die Erklärung, warum es der DAX abstürzte

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