GZSZ: Sıla Şahin rebelliert gegen Muslime, Türken und Deutsche

Die junge GZSZ-Darstellerin Sıla Şahin weiß genau, was sie will. Im vergangenen Mai hat die Deutsch-Türkin für den deutschen Playboy die Hüllen fallen lassen. Ihre Fotos spalteten die muslimische Community von Berlin bis Istanbul. Für sie selbst war es eine Art "Befreiung", erzählt sie im Interview mit dem französischen "Café Babel". Sie muss es nicht mehr jedem Recht machen.

„Ich mag Multi-Kulti“, erklärt die 25-jährige Sıla Şahin gegenüber „Café Babel“. Im kosmopolitischen Berlin sei sie geboren und aufgewachsen. Hier werde sie wahrscheinlich auch bleiben. Nichtsdestotrotz schätze sie auch die türkischen Metropolen Istanbul und Izmir. Sie liebe es zwei Kulturen in sich zu tragen und natürlich auch die doppelte Staatsbürgerschaft. Das sei zwar manchmal durchaus ein bisschen schizophren, aber, so wird deutlich, Sıla schafft diese Gratwanderung und hat jede Menge Spaß dabei.

Fühlt sie sich denn europäisch? Der jungen Schauspielerin ist das zu schwammig: „Ich gehöre zur Welt. Europa ist da nicht genug. Ich bin eine Weltbürgerin“, sagt sie frei heraus. Und zwar eine, die noch viel entdecken will. Mexiko, China, Kuba – die GZSZ-Darstellerin träumt davon, sich den Globus mit dem Rucksack zu erschließen.

In der Schauspielerei kann Sıla Şahin sich ausprobieren

Zur RTL-Serie GZSZ sei sie mehr oder weniger durch Zufall gekommen. Eigentlich wollte sie Mode-Designerin oder Tänzerin werden. Dennoch hat sie eine Schauspielschule besucht, arbeitete als Model und gab Tanzstunden. Die Faszination für die Schauspielerei hielt sie fest. Die Freiheit, sich und vor allem neue Dinge auszuprobieren fasziniert die junge Frau. Hier brauche es keine Rechtfertigung.

Fühle sie sich denn nicht frei? „Jeder will frei sein“, kontert Sıla, die bei GZSZ die schüchterne Physiotherapeutin Ayla spielt. Natürlich hänge das auch von der eigenen Umgebung ab. Genau in diesem Punkt habe sie auch der Schauspielunterricht verändert. Mittlerweile brauche sie es nicht mehr, dass jeder mit dem, was sie macht einverstanden sei. Sprüchen wie „Du musst dich gut benehmen“ sei sie überdrüssig. „Ich will meine eigenen Erfahrungen machen und meinen eigenen Weg gehen.“ Vor allem aber möchte sie sich nicht ständig erklären müssen: „Warum hast du einen deutschen Freund?“, „Warum hast du dich nackt fotografieren lassen?“

„Ich bin Türkin. Aber ich bin auch Deutsche“

Das, was sie derzeit treibt, beschreibt sie als eine Art Rebellion. Mit ihrem Handeln, demnächst ist sie auch im US-Playboy zu sehen, stellt sie sich gegen alle Kritiker – ganz gleich ob Muslime, Türken oder Deutsche. Sie will zeigen: Hey, ich habe einen eigenen Kopf! Ich will frei sein. Nichts ist ihr mehr zuwider als das vorherrschende Schubladendenken. „Ich bin Türkin. Aber ich bin auch Deutsche“, sagt sie selbstbewusst.

Mit den Menschen aus ihrem direkten Umfeld hat sich Sıla inzwischen versöhnt. Über Religion will sie da auch gar nicht weiter sprechen. „Religion ist eine irrationale Angelegenheit, die jeder Mensch in seinem eigenen Herzen trägt. Auf der anderen Seite ist das Thema sehr sensibel und ich will niemanden verletzen“, so Sıla weiter. Leben und leben lassen, so ihr Motto. Die Religion betrachtet sie da auch eher als eine Sache zwischen ihr und Gott. „Natürlich ist meine Familie muslimisch, aber ich möchte nicht Jeanne d’Arc werden.“

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