Türkei im Goldrausch: Konsumenten zügeln sich nicht

Die derzeitigen Rekordpreise für eine Feinunze Gold haben keinerlei Auswirkungen auf das Kaufverhalten der türkischen Kunden. Wie das "World Gold Council" (WGC) in seinem aktuellen Bericht feststellt, ist die Goldnachfrage in der Türkei derzeit am stärksten.

Für das zweite Quartal des Jahres 2011 attestierte das WGC der Türkei gemeinsam mit Indien ein gemeinschaftliches Wachstum um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Türken verschenken Unmengen Gold zur Hochzeit

Geschuldet ist diese Entwicklung gegen den weltweiten Trend vor allem der Tradition. In den Sommermonaten herrscht in der Türkei Hochkonjunktur in Sachen Hochzeiten. Der Brauch sieht vor, dass das Ehepaar – allen voran die Braut – mit Unmengen an Geschmeiden beschenkt wird.

Doch nicht nur für rauschende Feste ist den Türken das Edelmetall lieb und teuer. Auch die Investitionsraten in Gold sind hier so hoch wie nirgends sonst auf der Welt. Die Nachfrage hat sich aktuell geradezu verdoppelt. Das Volumen steigerte sich um 144 Prozent auf eine Milliarde türkische Lira.

Türkischer Aktienindex gibt weiter nach

Während der Goldrausch anzuhalten scheint, bis zum Mittag stieg er auf 1869 Dollar pro Feinunze an, das sind 2,7 Prozent mehr als am Vortag, sieht es für die übrigen Werte in Europa jedoch weitaus weniger rosig aus. Der „schwarze Freitag“ scheint in voller Fahrt. Der türkische Aktienindex IMKB gab am Nachmittag weiter auf 51.633 Punkte nach (-0,60) und auch der Deutsche Aktienindex setzt seine Talfahrt unvermindert fort. Am Nachmittag liegt er um die 5400 Punkte, erreichte im Verlauf des Tages aber auch schon Werte darunter. Mailand, Paris und London folgten dem Abwärtstrend.

Mehr hier:

Asien auf Talfahrt: Börse startet mit dickem Minus

Tiefster Dax seit 2008: Es war kein “Fat Finger”

Börsencrash: DAX und IMKB stürzen ab!


Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.