Türkei setzt Luftangriffe im Irak fort

Den zweiten Tag in Folge hat das türkische Militär am Donnerstag Luftangriffe auf mutmaßliche Stützpunkte kurdischer Rebellen im Nordirak geflogen. Gut 30 Ziele sollen von den Kampfjets beschossen worden sein. Weitere 100 standen im Visier der Artillerie.

Erneut flogen nach der Ankündigung von Premier Recep Tayyip Erdogan, dass er nun endgültig die Geduld verloren hätte, 16 Kampfjets in den Nordirak. Dort wurden bereits am Vortag 60 Ziele der Terrororganisation PKK unter Beschuss genommen.

Den Angriffen voraus gingen Anschläge auf Militärstellungen im Südosten der Türkei. Dabei kamen zuletzt zwölf Soldaten ums Leben. Am Donnerstagmorgen und am Abend holte das Land nun zu einem erneuten Schlag gegen die kurdischen Separatisten aus. Nach Angaben des Generalstabs sollen 28 Standorte in den Bergen von Kandil und Khakurk, Avaşin-Basyan und Zap angegriffen worden sein. Darüber hinaus seien 96 Artilleriegranaten über die Grenze geschossen worden.

PKK greift erneut Stützpunkte in der Türkei an

Laut Angaben der PKK soll es sich jedoch in den Provinzen Suleimanija, Erbil und Dahukum „ehemalige Rebellenstützpunkte“ gehandelt haben. Sprecher Ahmed Danis erklärte, dass die Kämpfer derzeit permanent in Bewegung seien – Opfer hätte es demnach nicht gegeben.

Unterdessen schlug die Organisation bereits in der Nacht zum Freitag zurück. In der Provinz Siirt wruden erneut Polizei- und Armeestützpunkte angegriffen.  Zwei türkische Soldaten wurden diesmal getötet. Drei weitere Personen erlitten Verletzungen.

Mehr hier:

Türkische Kampfflugzeuge bombardieren PKK-Stützpunkte

Zwölf Soldaten bei PKK-Angriff getötet: Erdogan kündigt Vergeltung an


Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.