Pakistan: 40 Tote bei Bombenanschlag auf Moschee

Bei einer Bombenexplosion in einer Moschee in einem pakistanischen Stammesgebiet sind mindestens 40 Menschen getötet und 85 weitere verletzt worden. Hunderte hatten sich dort zum Gebet am Freitag versammelt.

Es ist der erste große Angriff auf das Land während des heiligen muslimischen Monats Ramadan. Die lokalen Behörden teilten mit, es gebe mehrere Hinweise darauf, dass sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hat. Bislang hat keine Gruppierung die direkte Verantwortung für die Tat übernommen. Es werden allerdings die Taliban und andere militante Islamisten dahinter vermutet, die bereits in der Vergangenheit Moscheen angegriffen hatten.

„Wer das im Ramadan getan hat, kann kein Muslim sein“

Die Bombe explodierte am Freitag Nachmittag in einer sunnitischen Moschee in Ghundi, einem Dorf in der Stammesregion Khyber. Khyber ist seit langem als Basis für militante Islamisten bekannt. Die pakistanische Armee hat bereits mehrere militärische Operationen zur Befriedung der Region unternommen, jedoch nur mit begrenztem Erfolg.

Saleem Khan, 21, der bei dem Attentat verletzt wurde, sagte vom Krankenbett aus: „Wer auch immer das im heiligen Monat Ramadan getan hat, kann kein Muslim sein. […] Es ist das grausamste, was ein Muslim überhaupt tun würde.“

Die pakistanischen Taliban und angegliederte Gruppierungen verüben Anschläge in Pakistan, um so zu zeigen, dass sie sich dem Bündnis von Islamabad mit den Vereinigten Staaten widersetzen.

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