Ägypten zieht Botschafter aus Israel ab

Ägypten hat aus Protest gegen den Tod von fünf Grenzbeamten seinen Botschafter aus Israel abgezogen. Diese waren nach einem Feuergefecht durch Waffen israelischer Streitkräfte am Donnerstag ums Leben gekommen.

Die Polizisten waren am Donnerstag bei der Suche israelischer Streitkräfte nach den mutmaßlichen palästinensischen Extremisten getötet worden, welche kurz zuvor ein Attentat auf einen Reisebus verübt hatten. Bei dem Vorfall in der Nähe des israelischen Ferienorts Eilat am Roten Meer waren acht Menschen ums Leben gekommen und mehr als 30 verletzt worden. Bei der Verfolgungsjagd auf die Angreifer war es offenbar zu einem Feuergefecht an der ägyptischen Grenze gekommen, dem auch die fünf ägyptischen Grenzbeamten zum Opfer fielen.

Es ist das erste Mal seit einem Jahrzehnt, dass Ägypten seinen Botschafter abzieht.  Hunderte Ägypter protestierten in der Nacht vor der israelischen Botschaft in Kairo, verbrannten die israelische Flagge, zündeten Feuerwerkskörper und forderten, dass der israelische Botschafter des Landes verwiesen werde. Auch am Samstagmorgen gingen die Proteste Berichten zufolge weiter. Der seit 1979 bestehende Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten könnte nach dem Sturz des langjährigen autokratischen Herrschers Hosni Mubarak nun ernsthaft auf die Probe gestellt werden, sagen Experten voraus. Israel hat inzwischen sein Bedauern über den Tod der ägyptischen Grenzschützer ausgedrückt: „Israel tut der Tod der ägyptischen Beamten leid“, so Verteidigungsminister Ehud Barak.

Nach zahlreichen Raketenangriffen aus dem Gazastreifen, bei dem mehrere Israelis verletzt wurden, reagiert Israel mit Vergeltungsschläge aus der Luft. Dabei sollen nach Angaben der Palästinenser bislang 14 Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden sein. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte während eines Krankenbesuchs verwundeter Soldaten in Be’er Sheva an, die Vergeltungsschläge seien „nur der Anfang“ der israelischen Reaktion auf die Anschläge.

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