Trotz Bedauerns: Ägyptische Proteste gegen Israel halten an

Mehr als 1.000 Ägypter haben am Sonntag den zweiten Tag in Folge gegen Israel vor der israelischen Botschaft in Kairo protestiert. Grund ist der Tod von fünf ägyptischen Grenzschützern.

Ein Demonstrant kletterte auf das Gebäude, nahm die israelische Flagge und ersetzte sie durch eine ägyptische Fahne. Die Militärpolizei war vor der Botschaft zwar anwesend, griff aber aus Angst vor einer Eskalation der Lage nicht ein. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hatte zuvor sein „Bedauern“ über den Vorfall am Donnerstag zum Ausdruck gebracht.

Die Polizisten waren am Donnerstag bei der Suche israelischer Streitkräfte nach den mutmaßlichen palästinensischen Extremisten, die ein Attentat auf einen israelischen Reisebus nahe des Badeortes Eilat verübt hatten, bei einem Schusswechsel offenbar versehentlich getötet worden. Acht Menschen waren der Tat zum Opfer gefallen. Die protestierenden Ägypter vor der israelischen Botschaft forderten am späten Samstagabend die sofortige Ausweisung des israelischen Botschafters aus dem Land.

Unterdessen hat Israel als Reaktion auf das Attentat eine Reihe von Luftangriffen auf Ziele im Gaza-Streifen durchgeführt, denen bislang mindestens 15 Personen zum Opfer gefallen sind. Militante Palästinenser hatten seit Donnerstag mehr als 20 Raketen auf Israel abgefeuert.

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