Tripolis: Rebellen kappen libysches Staatsfernsehen

Die Schlinge um den libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi zieht sich immer mehr zu. Den Grünen Platz der Hauptstadt haben die Rebellen bereits in der Nacht eingenommen. Stück für Stück haben sie Tripolis erobert und jetzt auch Gaddafis Staats-TV gekappt.

Während die Aufständischen fieberhaft nach dem untergetauchten Machthaber fahnden, um ihn vor Gericht zu stellen, ist es ihnen in der Zwischenzeit schon einmal gelungen, die Ausstrahlung weiterer Regime verherrlichender Botschaften zu unterbinden.

Übertragung des Propaganda-Senders unterbrochen

Seit dem späten Nachmittag befindet sich das libysche Staatsfernsehen, laut deren Angaben, unter der Kontrolle der Rebellen. Gegen 15 Uhr haben sie das Gebäude des Senders eingenommen. Zuvor war schon die Satellittenübertragung des Programms unterbrochen worden. Zwar soll die Sendung dann aus einem Studio in Gaddafis Heimatstadt Sirte wieder aufgenommen worden sein. Mittlerweile, so heißt es, soll der Sender allerdings vollständig schweigen.

Am späten Nachmittag hat die arabische Liga dem Übergangsrat der Rebellen in Libyen ihre „vollständige Unterstützung“ zugesagt. Der Generalsekretär der Liga, Nabil al Arabi, bezeichnete das Geschehen als Wendepunkt in der modernen Geschichte Libyens. Er kündigte Gespräche auf Außenminister-Ebene mit den arabischen Staaten an.

Bundesregierung hilft beim Wiederaufbau Libyens

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel verfolgt die Entwicklungen der letzten Stunden gebannt. „Es ist erfreulich, dass Gaddafi seine politische Macht verloren hat“, so Merkel während ihrer Visite in Kroatien. Jetzt beginne der Wiederaufbauprozess und der Prozess der Bildung demokratischer staatlicher Strukturen, kündigt sie die intensive Beteiligung Deutschlands am Wiederaufbau des Landes an.

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