Umsturz in Libyen: Ist Gaddafi noch in Tripolis?

Die Zeichen in Libyen stehen auf Wandel. Die Rebellen haben offensichtlich Tripolis eingenommen. Laut Angaben des Pentagons soll sich Gaddafi immer noch in der Hauptstadt aufhalten. Jetzt ermittelt auch die Bundesstaatsanwalt gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi.

Pentagon glaubt Gaddafi noch immer in Tripolis

Der Aufenthaltsort des fast 70-jährigen Diktators ist nach wie vor unbekannt. Während der Nationale Übergangsrat keine konkreten Hinweise zu haben scheint, geht das US-Verteidigungsministeriums davon aus, dass Gaddafi sich nach wie vor in Libyen aufhält. Wie Pentagon-Sprecher David Lapan erklärt, gäbe es keine gegenteiligen Informationen. Man geht davon aus, dass er sich immer noch in der weitgehend zerstörten und stark umkämpften Residenz Bab al Asisija aufhält.

Bundesstaatsanwaltschaft ermittelt

Wie der Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft in Karlsruhe, Marcus Köhler, mitteilte, würde nun auch die deutsche Behörde gegen das libysche Regime ermitteln. Es sollen „mehrere Strafanzeigen“ vorliegen. Ziel sei es, „hier in Deutschland mögliche Beweise für den internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu sichern“. Derzeit gäbe es einen Beobachtungsvorgang „wegen möglicher durch das libysche Regime begangener Straftaten nach dem Völkerstrafgesetzbuch“, so Marcus Köhler weiter, der jedoch betonte, dass ein möglicher Prozess in jedem Fall vor dem Internationalen Strafgerichtshof stattfinden werde.

Ahmet Davutoglu trifft Vertreter des Übergangsrates

Unterdessen hat er türkische Außenminister Ahmet Davutoglu angekündigt, am kommenden Dienstag in die libysche Rebellenhochburg Bengasi fliegen zu wollen. Dort sind Gespräche mit Vertretern des Nationalen Übergangsrates geplant. „Heute ist ein historischer Tag“, so Davutoglu, der sich aktuell in Äthiopien befindet. „Das neue Libyen sollte ein demokratischer, freier und geeinter Staat sein, wie es die Bürger fordern.“ Der Minister reist als Vertreter der internationalen Libyen-Kontaktgruppe zu dem Zusammentreffen.

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