Obama: Gaddafis Zeit ist abgelaufen!

Von seinem Urlaubsort Martha's Vineyard aus hat sich US-Präsident Barack Obama am Abend zur aktuellen Lage in Libyen geäußert. In einer TV-Ansprache mahnte er, dass der Kampf noch nicht zu Ende sei. Der Machthaber Gaddafi müsse umgehend zurücktreten.

Im Laufe des Montags haben die Rebellen so gut wie die gesamte Hauptstadt unter ihre Kontrolle bringen können. Der US-Präsident, der sich gerade in einem zehntägigen Urlaub befindet, wurde laufend über die jüngsten Entwicklungen informiert.

Darüber, dass Diktator Muammar al-Gaddafi Tripolis bereits verlassen haben soll, liegen den USA bisher keinerlei Informationen vor. Auch sonst, so Obama, würde sich die Lage quasi ständig ändern. Gaddafi habe noch nicht aufgegeben, die Kämpfe seien noch nicht vorbei.

Flughafen von Tripolis unter Kontrolle der Rebellen

Dennoch ist der Präsident fest überzeugt: „Die Zukunft Libyens ist jetzt in der Hand des Volkes“. Der Diktator müsse umgehend zurücktreten. Es dürfe kein weiteres Blutvergießen geben. Die USA, das kündigte er bereits an, würden einer neuen, demokratischen Regierung „Freund und Partner“ sein. „Die Rechte aller Libyer müssen respektiert werden“, so der US-Präsident weiter. Die Ereignisse der vergangenen Monate hätten gezeigt, dass aus Angst auch Hoffnung und Kraft erwachsen könnten.

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Die Opposition solle nun einen Weg des friedlichen und umfassenden Übergangs einschlagen. Durch Gewalt und Vergeltung werde keine Gerechtigkeit entstehen. Noch einmal bedankte sich der Präsident bei den amerikanischen Truppen, den NATO-Mitgliedern und den arabischen Staaten für ihren Einsatz und ihre Bemühungen in den vergangenen fünf Monaten.

Am Abend haben die Rebellen nach Angabe eines ihrer Sprecher nun auch den Flughafen von Tripolis unter ihre Kontrolle gebracht.

Hier die vollständige Rede des US-Präsidenten im Wortlaut

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