Spanische Fußball-Liga: Auch der zweite Spieltag fällt wohl aus

Nach Stand vom heutigen Dienstag wird der Streik in der spanischen Fußball-Liga Primera-Division auch am zweiten Wochenende fortgesetzt. Bereits der erste Spieltag war wegen eines Streits der Spielergewerkschaft und dem spanischen Fußballverband um nicht gezahlte Spielergehälter verschoben worden.

Der Verband der spanischen Fußballer (AFE) und die Vertreter der Liga Nacional de Fútbol Profesional (LFP) haben sich nach weiteren Gesprächen noch immer nicht einigen können, nachdem schon am zurückliegenden Wochenende die spanischen Fußballfans vergeblich auf den Anpfiff der Primera División warten mussten.

Liga-Präsident José Luis Astiazarán beschrieb den Streik als „ungerechtfertigt“. Er habe eine Summe von 40 Millionen Euro bis zur Saison 2014/2015 angeboten, um die Löhne im Fall der Insolvenz eines Vereins zu garantieren. Astiazarán unterstrich, der Fond gewährleiste jedem Spieler der ersten Liga 240.000 Euro Jahresgehalt und 120.000 für die der zweiten Liga, sollte dieser kein Honorar von seinem Verein erhalten können.

Verhärtete Fronten zwischen Liga und Spielergewerkschaft

Die  Spielergewerkschaft AFE allerdings, die alle 42 Teams der oberen beiden Ligen vertritt, bestreitet diese Angaben. Die 240.000 bzw. 120.000 Euro pro Saison pro Spieler könnten von der Liga gar nicht gewährleistet werden, glaubt sie, weil die Leistungen der LFP bei insgesamt nur maximal zehn Millionen Euro pro Saison lägen. Dies werde allerdings von der LFP nicht erwähnt. Während der Saison 2010/2011 hatten aufgrund der Wirtschaftskrise sieben Vereine Konkurs anmelden müssen. Demnach würde sich die Summe pro Spieler auf 60.000 Euro in der ersten Liga und 40.000 Euro in der zweiten Liga beschränken.

Die AFE will, dass diejenigen Vereine, die etwa 200 Spielern noch Gehälter aus der vergangenen Saison schulden, die noch ausstehenden 50 Millionen Euro zahlen. Gleichzeitig wird der Zwangsabstieg dieser Vereine verlangt. Die LFP antwortet, sie könne die Schulden nicht übernehmen. Die gewährleisteten Summen im Fall eines Zahlungsausfalles seien das Maximum, das sie anbieten können. Der Abstieg der Vereine, die Konkurs angemeldet haben und ihren Spielern Geld schulden, falle nicht in ihren Kompetenzbereich. Es handelt sich um die erste Arbeitsniederlegung seit 27 Jahren.

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