Libyen: Gaddafi-Residenz hart umkämpft

Die Residenz in Tripolis, in welcher der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi noch immer vermutet wird, steht unter schwerem Beschuss. Derweil fordert der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu eine Freigabe der eingefrorenen libyschen Gelder.

Krankenhäuser im Ausnahmezustand

Internationalen Medienberichten zufolge gibt es schwere Kämpfe um die Residenz Bab al-Asisija in Tripolis. Hier soll sich Muammar al-Gaddafi aufhalten. Darüber sind dichte Rauchwolken zu sehen, Aufständische kämpfen sich ins Innere der Anlage vor. Währenddessen werden medizinisches Material und Medikamente in den Krankenhäusern in Tripolis knapp. Auch die Stromversorgung macht den Kliniken zu schaffen. Die Einlieferung von Verwundeten nimmt allerdings in Tripolis und Umgebung zu. Inzwischen sollen die Rebellen an den Außentoren der Bab al-Asisija Anlage stehen. Die Erstürmung der Residenz von zwei Seiten aus stehe in den kommenden Stunden bevor.

Davutoglu fordert Freigabe der libyschen Gelder

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden des nationalen Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, hat der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu die Freigabe der eingefrorenen libyschen Staatsgelder gefordert. Davutoglu: „Die eingefrorenen Gelder, die Ressourcen, die die libyschen Menschen haben, sollten ihnen noch vor Ende des Ramadan zugänglich gemacht werden.“ Unklar blieb, ob sich seine Forderung nur auf die eingefrorenen libyschen Gelder in der Türkei, oder das international verwaltete Vermögen bezog. Zuvor hatte die Türkei die internationale Forderung nach einem Rücktritt Gaddafis wiederholt und dem Übergangsrat ihre volle Unterstützung zugesagt.

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