Macht Facebook drogensüchtig?

Soziale Netzwerke wie Facebook und Co. können laut einer Studie der Columbia University zusehends abhängig machen. So würden Jugendliche User fünf Mal häufiger zur Zigarette greifen, drei Mal so häufig Alkohol trinken und doppelt so oft Marihuana konsumieren wie Altersgenossen, die dort nicht aktiv sind.

Die Untersuchung des „National Center on Addiction and Substance Abuse“ konnte unter amerikanischen Teenagern zwischen zwölf und 17 Jahren eine höhere Wahrscheinlichkeit zwischen ihrem eigenen Drogenmissbrauch und dem Betrachten von einschlägigen Photos in den Sozialen Netzwerken, aber auch durch entsprechende Fernsehsendungen wie zum Beispiel „Jersey Shore“, „Teen Mom“, „16 and Pregnant“, „Skins“ oder „Gossip Girl aufzeigen.

Je länger im Sozialen Netzwer, desto höher das Risiko

Zur Beruhigung aller Eltern: Einen konkreten Zusammenhang konnten die Forscher nicht nachweisen. Eine direkte Ursache-Wirkung-Kette herzustellen sei ohnehin kaum möglich, da, so Steve Wagner von QEV Analytics, immer auch die individuelle Entscheidung, Drogen, Alkohol oder Tabak konsumieren zu wollen, hineinspielen würde. Festmachen konnten die Experten allerdings ein erhöhtes Missbrauchsrisiko je länger die Teenager ihre Zeit in Sozialen Netzwerken verbrachten.

Die Untersuchung wurde unter 2,043 Teenagern und 528 Eltern im März, April und Mai dieses Jahres durchgeführt. 70 Prozent der Kids verbrachten demnach ihre Zeit in einem Sozialen Netzwerk. 40 Prozent von ihnen hatte bereits Bilder mit betrunkenen, ohnmächtigen oder mit Drogen vollgepumpten Kindern gesehen. Die Hälfte von ihnen bekam diese Szenen noch vor dem 13. Geburtstag zu Gesicht.

Eltern sollen am Leben der Teenager teilhaben

Joseph Califano, Leiter der Studie, kann den Eltern daher nur Folgendes empfehlen: Zwar sollten sie durchaus ein Auge auf die Onlineaktivitäten ihres Nachwuchses haben. Viel wichtiger und effizienter sei es jedoch, dass sie an ihrem Leben teilhaben würden.

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