100 Mio.US-Dollar in bar: Türkei unterstützt libysche Rebellen

Die türkische Regierung hat die libyschen Rebellen seit Ende Juli mit insgesamt 100 Millionen US-Dollar unter die Arme gegriffen. Die Zahlungen fanden in vier Raten statt. Das gaben nun türkische Offizielle bekannt.

Alle Zahlungen an die Aufständischen sollen demnach in bar erfolgt sein, um so möglichen bürokratischen Komplikationen, die entstanden wären, hätte man einen anderen Weg gewählt, vorzubeugen. Die erste Zahlung über zehn Millionen US-Dollar floss Ende Juli direkt in die Rebellenhochburg Benghasi. Drei weitere Zahlungen über jeweils 30 Millionen US-Dollar wurden Delegationen übergeben, die später in Ankara zu Gast waren.

Die Besuche fanden am  8., 10. und am 21. August statt. Das Geld gelangte mit den Delegationen per Flugzeug nach Libyen. Verwendet wurden die Mittel vom Nationalen Übergangsrat, um Gehälter auszuzahlen.

Keine weiteren Überweisungen nach Libyen

Die 100 Millionen US-Dollar sind Teil des insgesamt 300 Millionen Dollar umfassenden Hilfspakets, das Außenminister Ahmet Davutoğlu während seines ersten Besuchs in Benghazi der Rebellen-Administration bereits Anfang Juli versprochen hatte. Erst am 23. August war Davutoğlu ein zweites Mal in der Rebellenhochburg zu Gast. Dort gab er konkret an, dass das 300 Millionen-Dollar-Paket, 100 Millionen in bar, weitere 100 Millionen als „Geschenk“ und schließlich humanitäre Projekte in rund der selben Höhe beinhalte. Mittlerweile haben sich die Pläne jedoch schon wieder geändert. Der Plan sieht vor, kein Geld direkt an die Rebellen zu überweisen, sondern stattdessen lieber 200 Millionen in diverse Hilfsprojekte zu investieren.

Eingefrorene Vermögen müssen sofort freigegeben werden

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 23. August stellte Mustafa Abdul-Jalil, Vorsitzender des libyschen Übergangsrates, heraus, dass man ohne die Unterstützung der Türkei nicht in der Lage gewesen wäre, die Gehälter auszubezahlen. „Die türkische Regierung hat bürokratische Hürden überwunden und das versprochene Geld direkt und in bar an das libysche Volk gezahlt. Diese neue Methode des Geldtransfers wird jetzt die türkische Methode genannt.“ Während seiner Visite in Benghazi forderte der Außenminister auch die sofortige Freigabe von eingefrorenen Vermögenswerten, so dass die Libyer selbst davon profitieren könnten. Auch in der Türkei liegen noch libysche Gelder in Höhe von elf Millionen Dollar fest.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.