Gaddafi endlich aufgespürt?

Nur noch eine Frage der Zeit: Libysche Rebellen sollen Ex-Diktator Gaddafi endlich aufgespürt haben. Der Wohnkomplex, in dem er sich befinden soll, wurde eingekreist. Gaddafi hat für die Rebellen dagegen nur Spott übrig.

Libysche Rebellen haben den Wohnkomplex nahe Tripolis, in dem sich Gaddafi zurzeit befinden soll, eingekreist. Die Gefechte mit Gaddafi-Anhängern dauern weiterhin an. Ein Kommandeur der Rebellen sagte der Nachrichtenagentur AFP: „Es überrascht uns, dass Gaddafis Truppen immer noch kämpfen. Nachdem Tripolis gefallen ist, haben wir mit einer Kapitulation gerechnet.“

Unterdessen gibt sich aber Gaddafi selbst nicht geschlagen. Der Radiosender al-Oruba veröffentlichte eine Aufnahme, in der er von seinen Anhängern verlangt, nicht aufzugeben, sie sollen weiterhin „kämpfen und zerstören“. Auch Gaddafis Geburtsstadt Sirte und die Stadt Saubha, in der er lange vermutet wurde, kommen nicht zur Ruhe. Sie befinden sich weiterhin in der Hand der Gaddaf-Anhänger.

NATO unterstützt Rebellen

Der britische Verteidigungsminister Liam Fox erklärte gegenüber dem Sender Sky News, die NATO stehe den Rebellen mit „Geheimdienstinformationen und Ausrüstung zur Aufklärung“ bei. Außerdem werden seit Donnerstag Militärflugzeuge eingesetzt. Ein Einsatz von Bodentruppen sei nicht geplant, so Fox.

Die libyschen Rebellen haben mittlerweile ein Kopfgeld auf Gaddafi ausgesetzt. 1,7 Millionen Euro bekommt derjenige, wer den ehemaligen Diktator tot oder lebendig fasst. Sie versicherten aber, wenn Gaddafi freiwillig aufgebe, dürfe er das Land verlassen.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.