Libysche Rebellen erhalten 1,5 Milliarden Dollar

Die UNO hat am Donnerstag Milliarden von Dollar an Bargeld freigegeben. Diese sollen das durch den sechmonatigen Kampf in vielen Teilen zerstörte Land wieder aufbauen helfen. Auch ausländische Unternehmen dürften davon profitieren.

Muammar al-Gaddafi befindet sich noch immer auf der Flucht. Doch hat der UN-Sicherheitsrat eine sofortige Hilfe von 1,5 Milliarden US-Doller genehmigt (etwas mehr als eine Milliarde Euro), welche die Vereinigten Staaten im vergangenen Frühjahr beschlagnahmt hatten.

Die Zuständigen teilten mit, das Geld werde dringend benötigt, um grundlegende Dienstleistungen, insbesondere die Stromzufuhr zu gewährleisten. Als ebenso bedeutsam wird die politische Unterstützung der libyschen Rebellenführer angesehen, die einen Nationalen Übergangsregierung gebildet haben und nun nach 41 Jahren Alleinherrschaft Gaddafis ihre Kontrolle über das Land festigen wollen mit dem Ziel, eine Regierung installieren.

Allerdings besteht derzeit noch so viel Unsicherheit über die Führung von Libyen, dass  nichts von dem Geld direkt in die Hand der Rebellen gegeben, sondern stattdessen für dringend benötigte Dienstleistungs- und anfallende Kraftstoffkosten verwendet wird.

Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi soll zusätzlich versprochen haben, etwa eine halbe Milliarde Dollar aufzutauen. Und Eni SpA, Italiens größte Ölgesellschaft und der größte Ölproduzent in Libyen, verpflichtet sich, Benzin und Diesel in dringenden Fällen auch auf Kredit zu liefern, der zu einem späteren Zeitpunkt in Rohöl zurückgezahlt werden kann, wenn die Ölförderung wieder aufgenommen wird.

Der Leiter der Nationalen Übergangsregierung, Mustafa Abdel-Jalil, versprach jenen Nationen, welche Libyen beim Wiederaufbau unterstützen, eine Belohnung. „Wir versprechen, dass die Länder, die uns geholfen haben, vor allem in der Entwicklung von Libyen, begünstigt werden“, sagte er in der östlichen Rebellenhochburg Benghazi.

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