40 Jahre Horror: Österreich hat einen neuen Fritzl

Drei Jahre nach den Enthüllungen rund um Josef Fritzl in Amstetten, hat das kleine Österreich einen neuen Inzestfall. Ein heute 80-jähriger Mann aus Braunau soll seine beiden Töchter über 40 Jahre missbraucht haben.

Rückblick: Der „Inzest-Vater“ Josef Fritzl hatte seine Tochter über 24 Jahre als Sexsklavin in einem Keller gehalten. Dort vergewaltigte er sie tausendfach und zeugte mit ihr sieben Kinder.

Der aktuelle Fall gestaltet sich ähnlich dramatisch: Gottfried W. hielt seine beiden geistig zurückgebliebenen Töchter Christine, heute 53 Jahre alt, und Erika, mittlerweile 45, seit ihrer Kindheit in einer kleinen Kammer seines Anwesens. Schlafen mussten sie auf einer viel zu kleinen Holz-Eckbank. Er selbst bevorzugte das Federbett. Seit 1979 verging er sich immer wieder an seinen beiden Töchtern und an seiner mittlerweile verstorbenen Ehefrau.

Drohungen des Vaters ließen die Frauen schweigen

Ihm entgegen treten konnten die drei Frauen offenbar nicht: „Wenn ihr euch wehrt, bring ich euch um!“, soll er ihnen immer wieder gedroht und so wirkungsvoll eingeschüchtert haben. Nach außen drangen die Greueltaten in den vergangenen Jahrzehnten nicht. Weder Nachbarn noch die Familie will etwas bemerkt haben.

Erst im vergangenen Mai wendete sich für die beiden Schwestern das Blatt. Als der Vater versuchte, sich an der Älteren zu vergehen, setzte die sich erstmals zur Wehr. Er stürzte und wurde erst nach zwei Tagen von den Frauen in ein Krankenhaus verbracht. Dort kam dann nach und nach alles ans Licht.

80-Jähriger zeugt keine Kinder mit den Opfern

Von den Taten will der Greis, der mittlerweile in einem Gefängnis in Ried im Innkreis ist, nichts wissen. Er bestreitet sämtliche Vorwürfe. Wie der zuständige Staatsanwalt Alois Ebner berichtet, soll der Mann – anders als Fritzl – mit den Töchtern keine Kinder gezeugt haben.

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