Hurrikan „Irene“ bedroht New York und die Ostküste

Mehr als 60 Millionen Menschen sind in den USA von Hurrikan "Irene" bedroht. Über North Carolina bis New York wurde der Ausnahmezustand verhängt. Der mächtige Wirbelsturm treibt Hunderttausende aus ihren Häusern. Schon jetzt wird von Schäden in Millionenhöhe ausgegangen.

Drei Jahre, nachdem zuletzt ein Wirbelsturm auf die Küste getroffen ist, stehen jetzt erneut alle Zeichen auf Alarmbereitschaft. Bereits am Donnerstag wurden in New York City Evakuierungen von Pflegeheimen und Senioren-Wohnanlagen in tiefer liegenden Gegenden angeordnet. Am Freitagmorgen um 8 Uhr wurde damit begonnen, die Bewohner umzuziehen. Daneben gibt es Pläne, den Verkehr in die Stadt komplett zu sperren. Die Gouverneure von New York, New Jersey und Connecticut riefen den Ausnahmezustand aus. In Süd-Jersey gab es sogar Zwangs-Evakuierungen.

Laut Bürgermeister Michael R. Bloomberg seit die Stadt gerüstet, um Gebiete wie Coney Island in Brooklyn, Battery Park City in Lower Manhattan und Teile von Staten Island und den Rockaways in Queens zu evakuieren. Dort leben insgesamt rund 250,000 Menschen.

Krankenhäuser schaffen Platz für mögliche Notfälle

Auch die Krankenhäuser in den Gefahrenzonen seien entsprechend vorbereitet. So würden die Anzahl der aufgenommenen Fälle reduziert, nicht dringende Operationen verschoben und Patienten in andere Krankenhäuser verlegt, um so für sämtliche Notfälle, die am Wochenende eintreffen könnten, Kapazitäten zur Verfügung zu haben.

Je nach Lage, wird Bloomberg am Samstag entscheiden, ob diese tiefer liegenden Gegenden sogar komplett geräumt werden müssen. Bereits genehmigte Veranstaltungen, die dort am kommenden Wochenende stattfinden sollten, wurden von Seiten der Stadt bereits abgesagt. Daneben kündigte er an, dass gut 300 Straßen der Metropole gesperrt würden, um so den Weg für mögliche Rettungseinsätze frei zu haben. Auch empfiehlt er der Bevölkerung sich nicht mehr in Parks oder den eigenen Gärten aufzuhalten. Zu groß sei die Gefahr, dass plötzlich Bäume umstürzen könnten.

Bevölkerung deckt sich mit Lebensmitteln und Benzin ein

Andernorts geht man mit den Vorbereitungen auf „Irene“ noch einige Schritte weiter. In East Hampton, N.Y. werden Bänke auf den Fußwegen abmontiert. In Long Beach bauen die Einsatzkräfte große Wälle, die die Wassermassen abhalten sollen. Auch Sandsäcke wurden ausgegeben. In Southampton sind Taschenlampen und Batterien in einigen Geschäften bereits ausverkauft. Auch Klebeband und Plastikplanen gehören zu den begehrten Produkten. Überall bilden sich Schlangen an den Supermärkten und Tankstellen. Schiffe werden in sichere Häfen verbracht. In nicht wenigen Orten sind nun Aufrufe der Behörden zu hören, Hab und Gut zurückzulassen, um sich vor „Irene“ in Sicherheit zu bringen. Auch die New Yorker wurden angehalten, sich eine Notfalltaschen mit dem Nötigsten bereitzustellen.

Unterdessen warnte das Heimatschutzministerium vor flächendeckenden Stromausfällen.  Allein in New York könnten 700.000 Einwohner vermutlich Tage, wenn nicht Wochen ohne Elektrizität sein. Betroffen sein könnten auch Internet- und Handyverbindungen. US-Präsident Barack Obama warnt: „Im Moment sprechen alle Anzeichen für einen Hurrikan historischen Ausmaßes.“

So sieht „Irene“ vom All betrachtet aus:

 

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