Hurrikan Irene streift Virginia

Der Hurrikan Irene hat North Carolina und Virginia erreicht. Die Wucht des Wirbelsturms hat sich etwas abgeschwächt, dennoch wird er weiter als extrem gefährlich klassifiziert. New Yorks Bürgermeister Bloomberg erwartet, dass es auch am Montag keinen öffentlichen Nahverkehr geben wird.

Die Windstärke des Wirbelsturms beträgt derzeit 85 Meilen (ca. 137 Kilometer) pro Stunde. Der Sturm habe zu „schlimmen Schäden“ an Stromleitungen und an der Wasserversorgung geführt, so Gouverneurin Beverly Perdue. Irene wird vermutlich die Küste Richtung Norden weiterziehen. 65 Millionen Menschen leben in diesen Gebieten. In manchen Teilen North Carolinas könnte die Sturmflut das Wasser auf bis zu 2,7 Meter ansteigen lassen. Außer für North Carolina wurden für die nächsten 48 Stunden auch Sturmwarnungen für Virginia, Washington D.C., Maryland, Delaware, New York, Pennsylvania, New Jersey, der Küste von Connecticut, Rhode Island und Massachusetts ausgesprochen.  Bis nach Boston könnte sich Irene dieses Wochenende vorarbeiten. Teile von New York, besonders Manhattan, sind in Gefahr überflutet zu werden.

Die Ostküste Amerikas – Vorbereitungen auf Wirbelsturm Irene

Das Nationale Hurrikan Zentrum hatte die Landung des Hurrikans in North Carolina zwischen den Städten Morehead und Cape Hatteras angekündigt. Im letzten Update befand sich der Sturm etwa 35 Meilen (etwa 56 Kilometer) von Cape Lookout, N.C. entfernt. Der Sturm wird sich anschließend vermutlich nordöstlich Richtung New York weiterbewegen. Über 370.000 Menschen wurden hier evakuiert, der Nah- und U-Bahnverkehr innerhalb der Stadt wird ab 12 Uhr (Ortszeit) stillgelegt. Auch der Flugverkehr wird dann stillstehen.

Irene wurde am Samstag von einem Kategorie 2-Hurrikan zu einem Kategorie 1-Hurrikan herabgestuft. Über Nacht hatte sich die Intensität des Sturms verringert. Die maximale Windstärke beträgt jetzt 90 Meilen (145 Kilometer) pro Stunde. Die Windstärke könnte letztendlich nicht so entscheidend sein, wie die Niederschlagsmenge, die Irene bewirken wird. Wind und Regen könnten Bäume auf matschigem Grund entwurzeln und für zahlreiche Stromausfälle sorgen. Die größte Sorge sind aber Überflutungen.

Sandsäcke sollen vor der Flut schützen und Haustiere dürfen mit evakuiert werden

In Washington hat der Bürgermeister Vincent C. Gray den Notstand ausgerufen und allen Haushalten fünf Sandsäcke zugesagt, um ihr Heim vor einer Flut zu schützen. Das Amerikanische Rote Kreuz und viele weitere Organisationen bereiten sich auf Hilfseinsätze vor. Sie wollen Betroffene gegebenenfalls mit Essen und Wasser versorgen. In New Jersey teilte der Gouverneur mit, auch Haustiere seien in den Notunterkünften willkommen: „Niemand sollte in einer Gefahrenzone in seinem Haus bleiben, weil er denkt, er könne sein Haustier nicht mitbringen.“

Der riesige Hurrikan Irene, der auf die Größe Europas angewachsen sein soll, wurde am Freitag noch mit 100 Meilen pro Stunde (160 Kilometer pro Stunde) gemessen. Das entspricht einem Hurrikan der Kategorie 2 auf der Saffir-Simpson Wind-Skala an. Eine erste Landung wird vermutlich im östlichen North Carolina am heutigen Samstag, den 27. August erfolgen. Eine zweite Landung wird in Neu England am 28. August erwartet. Zu diesem Zeitpunkt wird der Wirbelsturm vermutlich noch schwächer, aber nach wie vor gefährlich sein. Auf einer NASA-Seite können Bilder von Irene eingesehen und der Verlauf des Hurrikans verfolgt werden.

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