Friseurin wegen Facebook-Status gekündigt

Statt krank zuhause zu liegen, machte sich eine Auszubildende auf den Weg in den Mallorca-Urlaub. Ihre Erlebnisse teilte sie bei Facebook mit - doch das sah auch ihr Chef.

Alles hätte so schön sein können: Die angehende Frisörin Sabine K. (18) plante einen Mallorca-Urlaub und meldete sich dafür in der Arbeit krank. Über Facebook teilte sie mit „Ab zum Arzt und dann Koffer packen“. Vom Urlaub aus folgten weitere Status-Meldungen. Von einer Krankheit war dabei nie die Rede. Womit die junge Auszubildende allerdings nicht gerechnet hatte: Ihr Chef bekam alles mit und feuerte sie daraufhin – fristlos.

Das Düsseldorfer Landgericht schlägt einen Vergleich vor

So schnell gab sich Sabine K. aber nicht geschlagen, sie klagte. Der Trip nach Mallorca sei eine Empfehlung ihres Arztes gewesen und förderlich für ihren Heilungsprozess. Gemäß ihres Anwalts leidet die Auszubildende unter Neurodermitis, einer psychosomatischen Erkrankung, die sie auskurieren wollte. Sie habe sich in der Arbeit gemobbt gefühlt und das habe die Krankheit ausgelöst. Das Düsseldorfer Landsgericht empfahl den Parteien einen Vergleich: Statt des Rauswurfs solle es eine fristgerechte Kündigung durch die Auszubildende geben, Sabine K. solle zudem 150 Euro ausgezahlt bekommen.

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