Erdogan: Assad wird wie Gaddafi oder Mubarak enden

Assad drohe das gleiche Schicksal wie den Machthabern in Ägypten oder Libyen, wenn er sein brutales Vorgehen gegen Zivilisten nicht beende, so der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und der türkische Präsident Abdullah Gül.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagte türkischen Medien bezüglich der Situation in Syrien: „Kein Regime, das schwere Waffen und brutale Gewalt anwendet um unbewaffnete Menschen zu töten, die auf die Straße gehen, kann bestehen bleiben. Der einzige Weg ist militärische Operationen zu beenden und die Forderungen der Menschen zu beachten. Wir haben in den letzten Monaten mit Trauer die Schicksale derer gesehen, die nicht diesen Weg gewählt haben, in Tunesien, Ägypten und Libyen.“

Man könne nicht tolerieren, was in Syrien geschieht, so Erdogan: „So wie wir das den Anführer in Ägypten, Tunesien und Libyen verdeutlicht haben, tun wir das jetzt in Syrien und im Jemen. Sie müssen ihre Lektion lernen und die grausame Gewalt an Zivilisten, die nur für ihre Rechte eintreten, beenden.“

Präsident Gül über Syrien: „Wir haben unser Vertrauen verloren“

Der türkische Präsident Abdullah Gül äußerte sich mit ähnlichen Worten: „In der heutigen Welt ist kein Platz für ein-Parteien-Regierungen und autoritäre Führungen. Die Anführer dieser Länder müssen selbst die Initiative ergreifen oder man wird sie dazu zwingen. Wir haben eindeutig einen Punkt erreicht wo keine späte Einlenkung Syriens noch etwas ändern könnte. Wir haben unser Vertrauen verloren.“

Trotz dieser Aussagen will die Türkei noch immer nicht in die von den USA angeführte internationale Forderung nach einem Rücktritt Assads einstimmen. Es gebe derzeit keinen Kandidaten um das Machtvakuum aufzufüllen, das durch einen Rücktritt entstehen würde. Dem libyschen nationalen Übergangsrat teilten Erdogan und Gül indes ihre Glückwünsche mit. Man erhoffe sich gute Beziehungen zum neuen Libyen.

 

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