Kizilkaya: Richtiger Schritt im Verhältnis zur christlichen Minderheit in der Türkei

Durch eine Verordnung wird in der Türkei nun gewährleistet, dass enteignete nichtmuslimische Stiftungen ihre Immobilien zurückerstattet bekommen. Dies verkündete der türkische Premierminister am Sonntagabend bei einem gemeinsamen Fastenbrechen, zu dem auch Vertreter von nichtmuslimischen Minderheiten eingeladen wurden. Ali Kızılkaya, Vorsitzender des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, begrüßte den Erlass als richtigen und wichtigen Schritt hin zu einem ausgewogenen Verhältnis zur christlichen Minderheit in der Türkei.

Ferner sagte Kızılkaya: „Der Staat darf seine Macht nicht dazu benutzen, elementare Freiheiten einzuschränken. Religionsfreiheit gehört zu den grundlegenden Rechten eines jeden Menschen, egal ob christlichen oder muslimischen Glaubens. Daher ist es ein richtiger Schritt, wenn die türkische Republik sich dessen bewusst wird und Schritte einleitet, um beschlagnahmte Immobilien zurückzuerstatten. Auch, dass der türkische Premierminister Fehler in der Vergangenheit einräumt, dürfte das Verhältnis auf eine vertrauensvollere Ebene heben.

In der Geschichte des Christentums spielt das Gebiet der heutigen Türkei eine bedeutende Rolle. Im gesamten Gebiet der Türkei gibt es zahlreiche bestehende Kirchen und Klöster sowie Überreste von christlichen Gotteshäusern. Es ist selbstverständlich, das man den christlichen Bewohnern der Türkei zugesteht, ihr historisches Erbe zu pflegen und zu wahren.

Ein aufgeschlossener und unvoreingenommener Umgang, wie man ihn in der Türkei mit diesem Schritt zu etablieren versucht, entspricht der religiösen Vielfalt der Türkei. Dieses Bewusstsein gilt es in der Türkei zu fördern und in andere Teilen der Welt zu wahren.“

 

 

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