Ende des Boykotts: Erdogan besucht nach vier Jahren Militärakademie

Der türkische Premieminister Recep Tayyip Erdoğan hat am vergangenen Montag an einer Graduiertenfeier der Medizinischen Militärakademie Gülhane (GATA) teilgenommen. Es ist der erste Besuch seit vier Jahren.

Seit  Erdoğans Frau Emine im Jahr 2007 daran gehindert wurde, den Schauspieler Nejat Uygur im Krankenhaus der Akademie zu besuchen, hat ihr Mann an keiner Veranstaltung der GATA mehr teilgenommen.

Über den Vorfall vor vier Jahren sprach der Premier erstmals während einer Livesendung des türkischen Fernsehsenders TRT 1, als er dort über die militärisch-zivilen Verbindungen in der Türkei redete. Er erklärte, dass er gern über eine Begebenheit berichten würde, die ihn und seine Gattin sehr aufgeregt hätte. Darauf hin erzählte er, dass es Emine nicht gestattet worden wäre, die Militärakademie zu betreten, um Uygur eine Visite abzustatten. Nach einem Schlaganfall litt der unter einer Lähmung seiner linken Körperhälfte. Auch seine Frau bestätigte, dass Emine Erdoğan der Zutritt verwehrt wurde. Der Grund: Sie trug ein Kopftuch.

In der Türkei gilt ein Kopftuchverbot in öffentlichen Gebäuden

Das Kopftuchverbot in öffentlichen Einrichtungen in der Türkei wird kontrovers diskutiert. Es gilt für türkische Studentinnen ebenso wie für Frauen, die in öffentlichen Einrichtungen arbeiten. Damen, die es dennoch tragen, ist der Zugang zu militärischen Einrichtungen nicht gestattet. Darunter fallen auch Krankenhäuser oder auch Freizeitgelände, die den Streitkräten angeschlossen sind.

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