Die Unmenschlichkeit in Syrien muss ein Ende haben

Die Weltöffentlichkeit schaut seit Wochen zu, wie Machthaber Assad in Syrien sein eigenes Volk niedermetzeln lässt. So wie Gaddafi in Libyen gestürzt wurde, sollte nun der Westen in gleicher Weise militärisch auch in Syrien eingreifen.

Die Welt freut sich über den Sieg der Revolutionäre in Libyen. Das engagierte Eingreifen der Nato hat den Rebellen geholfen, den Tyrannen zu stürzen. Ob Libyen nun eine Demokratie wird weiß niemand. Die Hilfe des Westens kam auch ohne ein entsprechendes Junktim. Den Vereinten Nationen genügte als Legitimation zur militärischen Intervention die Tatsache, dass Gaddafi hemmungslos Gewalt gegen sein Volk anzuwenden drohte.

Die Lage in Syrien ist schon jetzt viel dramatischer. Das Stadium der Drohungen hat Baschar al Assad längst hinter sich gelassen. Er jagt das eigene Volk in einer beispiellosen Weise. Soldaten schießen routinemäßig in Menschenmengen. Zivilisten werden verschleppt, gequält, gefoltert. Moscheen sind beliebte Ziele für Scharfschützen, der Ramadan eine besonders ergiebige Jagdsaison für die Schlächter.

Das unfassbare Geschehen zieht sich nun bereits seit Wochen vor den Augen der Weltöffentlichkeit hin. Für den Westen hat Assad nichts als Verachtung übrig. Gelegentlich erlaubt er sich einen kleinen Scherz mit den westlichen Medien, wenn er verkündet, die Gewalt gegen sein Volk sei nun abgeschlossen. Man könne sich abregen und zur Tagesordnung übergehen. Ob die Kritik des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad den Tyrannen zum Umdenken bewegen wird, ist zu bezweifeln.

Der Westen muss sich nun mit aller Härte gegen Assad wenden. Die Türkei versucht seit Beginn des Mordens in Syrien, auf die völlig außer Kontrolle geratenen Machthaber in Damaskus einzuwirken. Das ist höchst ehrenhaft, bewirkt aber kaum etwas.

Was für Gaddafi gilt, muss auch für Assad gelten: Wer gegen sein eigenes Volk derart massiv die Menschenrechte mit Füßen tritt, muss militärische Gewalt zu spüren bekommen. Mit Baschar al Assad kann man nicht mehr verhandeln. Wer derart viel Blut an seinen Händen kleben hat, verdient nur eines: Gefangennahme und Aburteilung in Den Haag. Wenn das nicht funktioniert, hat das syrische Volk die Unterstützung des Westens verdient – auch wenn der Weg in die Befreiung am Ende nur über den Tyrannenmord führen sollte.

Michael Maier

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