Tonbandaufnahmen: Name des getöteten türkischen Soldaten veröffentlicht

Bei einer inoffiziellen Rede hatte Ex-Generalstabschef Kosaner von einem Soldaten gesprochen, der durch den Beschuss eigener Truppen ums Leben kam. Am Mittwoch wurde bekannt, um wen es sich bei dem getöteten Soldaten handelte.

Der türkische Generalstab nimmt in einer Erklärung zu den Tonbandaufnahmen des im August zurückgetretenen Generalstabschefs Isik Kosaner Stellung. Bei einer inoffiziellen Rede räumte Kosaner Fehler des Militärs ein. Er erwähnte einen Soldaten, der durch „friendly fire“ versehentlich ums Leben kam. Die Tonbandaufnahmen tauchten Ende August im Internet auf.

Seitdem häuften sich Vermutungen, um wen es sich bei dem Soldaten handele. Vor allem Eltern, deren Söhne durch Selbstmord während des Militärdienstes ums Leben kamen, zweifelten nun an der offiziellen Todesursache. Die Taraf Zeitung veröffentlichte den Artikel „Dieser Soldat war mein Sohn“, in dem ein Vater glaubte zu wissen, sein Sohn, der sich 2009 selbst das Leben genommen haben soll, sei durch Eigenbeschuss getötet worden.

Anklage: Wache habe sein Amt vernachlässigt

Diesen Spekulationen wolle der Generalstab laut der Zeitung „Zaman“ mit der Erklärung ein Ende setzen. Bei dem Soldaten handele es sich um den am 27. Dezember 2010 getöteten Cüneyt Kizilarslan. Kizilarslan habe zur Erkundung eines Gebiets zwei Schüsse abgefeuert. Diese seien von anderen Soldaten als terroristische Aktivität fehlgedeutet worden und man habe das Feuer gegen Kizilarslan eröffnet. Gegen den zu diesem Zeitpunkt für die Wache zuständigen Soldaten wurde Anklage erhoben. Ihm wird vorgeworfen sein Amt vernachlässigt zu haben, denn er soll die Soldaten nicht voneinander informiert haben. Die ersten Anhörungen beginnen Anfang Oktober.

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