EM-Qualifikation: Türkei kann heute Belgien abschütteln

Die Türkei darf heute auf keinen Fall patzen. Ein möglichst hoher Sieg ist gegen Kasachstan Pflicht. Gleichzeitig muss das Team von Trainer Guus Hiddink aber auf einen Ausrutscher von Belgien hoffen. Nur so ist der für eine EM-Teilnahme notwendige zweite Platz in der Tabelle zu erreichen.

Belgien liegt in der Tabelle einen Punkt vor der Türkei und hat momentan auch das bessere Torverhältnis (Belgien: 15/10, Türkei: 9/7). Allerdings haben die Türken ein Spiel weniger ausgetragen. Deutschland liegt fast uneinholbar mit elf Punkten vor der Türkei auf Rang eins. Während die Türkei heute Abend gegen Kasachstan in Istanbul antritt, muss Belgien in Aserbaidschan ran. Zwar deuten die Zeichen für Belgien in Richtung einer lösbaren Aufgabe – das Hinspiel konnten sie mit 4:1 gewinnen – doch muss man bei der von Berti Vogts trainierten Mannschaft auf Überraschungen gefasst sein. Immerhin hatten die Türken im Oktober 2010 gegen Aserbaidschan mit 0:1 das Nachsehen – eine Demütigung für die stolze Fußballnation. Im direkten Duell gegen Belgien siegte die Türkei im Hinspiel 2010 mit 3:2, das Rückspiel im Juni endete 1:1-Unentschieden.

Hiddink: Klasse der Türken im Nationalteam zeigen!

Die Türkei selbst muss gegen Kasachstan ebenso überzeugend auftreten wie bereits im Hinspiel, als sie die Kasachen mit 3:0 einfach überrannten. Allerdings gilt es für die Spieler, die Querelen des türkischen Fußballs der letzten Monate rund um den Manipulationsskandal aus dem Kopf zu verbannen. Nationaltrainer Guus Hiddink empfahl seiner Mannschaft auf der letzten Pressekonferenz am Donnerstag: „Die Spieler der Nationalmannschaft müssen ihren Stolz in den Vordergrund rücken und zeigen, dass der türkische Fußball nicht nur das ist, was bei den Vereinsmannschaften zu sehen ist.“ Zum Ausschluss von Fenerbahce Istanbul aus der Champions League sagte Hiddink:  „Die Spiele [der Nationalmannschaft] sind eine Gelegenheit, um zu zeigen, was sie können. Sie haben die Chance verpasst, es auf der europäischen Bühne zu zeigen. Jetzt können sie in der Nationalmannschaft beweisen, dass sie sehr gute Spieler sind.“

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