Aufmarsch von Neonazis: Demonstration in Dortmund eskaliert

Als die Polizei beide Lager trennen wollte, wurden sie mit Pfefferspray, Feuerwerkskörpern und Steinen angegriffen. 1500 Autonome versuchten am Samstag in Dortmund Sperren zu überwinden, die die Sicherheitskräfte zwischen Neonazis und Gegendemonstranten errichtet hatten.

Aus ganz Deutschland waren die Linksextremisten angereist, um einen der bundesweit größten Aufmärsche von 700 Neonazis in Dortmund entgegenzutreten. Während sich an der friedlichen Gegendemonstration in der Innenstadt mehrere tausend Menschen, darunter auch zahlreiche Politiker beteiligten, versuchten die Autonomen die Sperren zu durchbrechen. Es gab mehrere Verletzte, darunter einen Schwerverletzten. Polizeipräsident Hans Schulze sprach von „Gewaltexzessen“ der Gegendemonstranten.

Polizei nahm mehrere Personen fest

Den Attacken der Angreifer begegnete die Polizei, insgesamt waren 4000 Beamte im Einsatz, mit Schlagstöcken und Wasserwerfern. Es gelang zwei Gruppen mit rund 100 Linksextremisten, darunter befanden sich auch 40 Kinder und Jugendliche, einzuschließen undmehrere Demonstranten, darunter auch einen gesuchten Neonazi festzunehmen.

Am Nachmittag zog der Neonazi-Aufmarsch, der seit sieben Jahren am so genannten „Internationalen Antikriegstag“ in Dortmund stattfindet, durch die durch einen besonders hohen Ausländeranteil geprägte Nordstadt. Vor und während des Zuges, der ohne besondere Vorkommnisse verlief, mussten die Polizeibeamten mehrere Sitzblockaden innerhalb der abgesperrten Zone auflösen.

Ein Augenzeuge hält das Geschehen mit seiner Kamera fest:

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