Dominique Strauss-Kahn ist zurück in Frankreich

Er ist wieder in der Heimat. Erstmals seit den Vergewaltigungsvorwürfen, die das New Yorker Zimmermädchen Nafissatou Diallo im vergangenen Mai gegen den ehemaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn erhoben hat, betritt der wieder französischen Boden.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Anne Sinclair landete er am Sonntag auf dem Pariser Flughafen Roissy-Charles de Gaulle, wo er, geschützt durch ein Großaufgebot an Sicherheitskräften, bereits von zahlreichen Journalisten erwartet wurde.

Vier Monate sind seit seiner Festnahme in New York vergangen. Seit Mitte Mai haben die Gazetten den Fortgang des Falls mitverfolgt. Heute haben die Reporter – abgesehen vom Auftritt auf dem Flughafen – allerdings wenig zu berichten. Denn einen Kommentar bekommen die Medien vom 62-Jährigen bisher nicht.

Strauss-Kahn zieht sich in seine Wohnung zurück

Nach der Einstellung des Strafverfahrens in den USA hatte Strauss-Kahn mitgeteilt, er wolle so schnell als möglich nach Frankreich zurückkehren und sich öffentlich erklären.  Am späten Samstagabend (Ortszeit) war das Ehepaar schließlich vom New Yorker Flughafen John F. Kennedy aufgebrochen. Dort, wo am 14. Mai dieses Jahres auch die Handschellen klickten. Umgehend nach der Ankunft zogen sich beide in ihre Wohnung am Pariser Place des Vosges zurück.

Der einstige Favorit der Linken bei den Präsidentschaftswahlen hat in den vergangenen Monaten sichtlich an Popularität einbüßen müssen. Jüngsten Umfragen zufolge will eine Mehrheit der französischen Bürger Strauss-Kahn jetzt nicht mehr in einer wichtigen politischen Rolle sehen.

Anhörungen zum Fall Tristane Banon geplant

Derweil droht nun neuer Ärger in der Heimat. Noch immer stehen die Vorwürfe der Autorin Tristane Banon im Raum. Sie hatte ihn wegen eines bereits acht Jahre zurückliegenden Vergehens angezeigt. Er soll versucht haben, sie zu vergewaltigen. Bereits in den kommenden Wochen sind mehrere Anhörungen geplant. Erst dann entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.