Israel vs. Türkei: Krise überwinden ja, entschuldigen nein

Nach Ansicht von Israels Premier Benjamin Netanyahu gibt es überhaupt keinen Grund sich bei der Türkei für den Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte zu entschuldigen. In seinen Augen habe man sich lediglich selbst verteidigt.

Netanyahu, so erklärte er während der wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag, hoffe, dass „ein Weg gefunden wird, um die Differenzen mit der Türkei beizulegen“. Eine weitere Verschlechterung der Beziehungen sei nicht im Interesse Israels. Ohnehin sei es nie die Absicht des Landes gewesen, dass sich das Verhältnis zum einstigen engen Vertrauten derart entwickelt.

Israel pocht auf sein Recht der Selbstverteidigung

Der mittlerweile veröffentliche UN-Bericht mache nun das bekannt, was Israel bereits von Anfang an gewusst habe: „Israel hat das Recht sich selbst zu verteidigen. Wir müssen uns nicht dafür entschuldigen, den Waffenschmuggel der Hamas zu stoppen und dass wir unsere Kinder, unsere Bürger und unsere Städte schützen.“

Unterdessen fürchten Beobachter, dass es bald zu einer Auseinandersetzung auf See kommen könnte. Immerhin hat der türkische Außenminister wenig nach Veröffentlichung des Palmer-Berichts Sanktionen angekündigt. Die Türkei wolle zivilen Schiffen auf dem Weg nach Gaza nun mit türkischen Kriegsschiffen Geleitschutz gewähren. Obschon Israels Vize-Außenminister Danni Ajalon nicht an einen Zusammenstoß von Kriegsschiffen glaubt, wird diese Ankündigung dennoch als Spiel mit dem Feuer betrachtet.

Auch über das Wochenende brodelte die Gerüchteküche weiter. Ranghohe türkische Beamten behaupteten, dass Mitglieder der  israelischen Regierung, die eine Entschuldigung ihres Landes ablehnen, etwas mit der vorzeitigen Veröffentlichung des Berichts in der New York Times zu tun gehabt hätten.

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