Angriff auf Bani Walid: Wird jetzt Gaddafi gefasst?

Ein Angriff auf die Stadt Bani Walid durch libysche Rebellen steht kurz bevor. Der Nationale Übergangsrat hat die Gespräche mit Gaddafis Anhängern für beendet erklärt.

Nachdem die Gespräche mit den Anhängern Muammar al-Gaddafis gescheitert sind, in denen die libyschen Rebellen diesen vorschlugen, die Stadt Bani Walid freiwillig freizugeben, steht ein Angriff nun unmittelbar bevor. Der Verhandlungsführer der Rebellen, Abdallah Kanshil, dazu: „Ich habe ihnen momentan nichts anzubieten. Von meiner Seite aus sind die Verhandlungen beendet. Sie sagen, sie wollen nicht reden. Sie bedrohen jeden, der sich bewegt.“

Nach Ansicht der Rebellen, die die Stadt seit Tagen umlagern, befinden sich zwei von Gaddafis Söhnen und sein früherer Sprecher Moassa Ibrahim in Bani Walid. Auch Gaddafi selbst könnte sich hier aufhalten. Ibrahim hatte gegenüber Nachrichtenagenturen angegeben Gaddafi befinde sich „an einem sicheren Ort, umgeben von Menschen, die bereit sind ihn zu beschützen.“ Die Stadt Bani Walid, etwa 180 Kilometer südöstlich von Tripolis gelegen, ist die Heimat eines der größten Stämme von Lybien, die Warfalla. Viele Mitglieder von Gaddafis Armee gehörten diesem Stamm an, einige von diesen hatten hohe Positionen in seinem Regime inne. Andere sollen sich allerdings mit den Rebellen verbündet haben.

Ist eine friedliche Übergabe von Sirte möglich?

Auch auf Gaddafis Heimatstadt Sirte schreiten die Rebellen weiter vor, eine diplomatische Lösung ist hier jedoch noch nicht ausgeschlossen. Ein Sprecher des Nationalen Übergangsrats, Ahmed Bani gab an: „Bezüglich Sirte gibt es Verhandlungen zwischen den Stämmen und den freien lybischen Mächten, die die Stadt umlagern.“ Doch auch in Sirte sind die Rebellen zu einem Angriff bereit, sollten die Gespräche scheitern.

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