Türkei hält 40 Israelis auf Istanbuler Flughafen fest

40 Israelis sind auf dem Flughafen von Istanbul zu einer Vernehmung festgehalten worden. Beide Länder, die Türkei und Israel beschuldigen sich gegenseitig der Misshandlung von Touristen durch Sicherheitsbeamte am Flughafen.

Der Sprecher des Außenministeriums Yigal Palmor teilte mit, die Passagiere seien am späten Montagmorgen wieder freigelassen worden. Die Beziehen zwischen der Türkei und Israel haben sich deutlich verschlechtert seit der Veröffentlichung des Uno-Berichts über die Erstürmung des Gaza-Hilfsschiffs „Mavi Marmara“ im Mai vergangenen Jahres.

Israel beschwerte sich am Montag, dass 40 seiner Bürger bei der Landung auf dem Flughafen von Istanbul zum Zwecke der Vernehmung kurzzeitig festgehalten worden seien. Genauere Umstände sind noch nicht bekannt.

Gleichzeitig berichtet die staatliche Nachrichtenagentur der Türkei, seien türkische Reisende bei ihrer Ankunft in Israel vor kurzem von Sicherheitsleuten schikaniert worden. So erzählte etwa der türkische Staatsbürger Mustafa Teke, der seine neuntägigen Ramadanferien in Israel verbrachte, die türkischen Touristen seien mehrmals in einem speziellen Raum auf dem Ben Gurion Flughafen durchsucht worden. Er sagte, nur türkische Touristen hätten in diesen speziellen Raum gemusst, was diese als Demütigung empfunden hätten. „Wir wurden in einer Art und Weise behandelt, wie nicht einmal Terroristen behandelt würden“, so Teke.

Gewaltsam wurde die Hose ausgezogen

„Die Polizisten im Raum wollten , dass ich all meine Kleidung ausziehe. Sie haben mich sowohl mit den Händen als auch mit einem Detektor abgesucht. Sie wollten, dass ich meine Hose ausziehe. Ich habe dagegen protestiert. Sie bestanden darauf und sagten, der Detektor habe ein Signal gegeben. Ich bat um einen Übersetzer. Ich stieß sie zurück, als sie mich anfassten. Dann kamen viele andere Polizisten. Sie fragten mich, warum ich es ablehnte, meine Hose auszuziehen. Ich sagte, ich sei ein Muslim, und ich könnte das nicht machen. Sie sagten mir, dass ich dann nicht fliegen könnte. ‚Kein Problem, mein Land wird mich wieder aufnehmen‘, sagte ich. Aber ich sagte, wir hätten diese Misshandlung nicht verdient. Dann zogen sie gewaltsam meine Hose aus. Ich sah, dass auch türkische Frauen in diesen Raum gebracht wurden, als ich den Raum verließ. Das verärgerte uns noch mehr „, sagte Teke.

Auch ein weiterer türkischer Staatsangehöriger, Eyüp Ensar Uğur, sagte, Türken seien anders behandelt worden als andere Touristen und seien gründlicher durchsucht worden. Das Flugzeug hätte wegen der Sicherheitskontrollen erst eine halbe Stunde später als geplant starten können.

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