„Kommetse gut ins Nest“: Air Berlin-Stewardess wird zum YouTube-Star

Mancher Passagier, der nicht aus dem Schwäbischen stammt, dürfte bei dieser Ansage zweimal hingehört haben. Bei den meisten Gästen an Bord einer Air Berlin Maschine sorgte die Verabschiedung mit Lokalkolorit jedoch für wahre Begeisterungsstürme.

„Nach dem Flug mit airberlin von Hamburg nach Stuttgart war eine Stewardess gut gelaunt und ‚verzählte uns alles noch auf schwäbisch“ erklärt der YouTube-User „13BigLu13“. Sein Video mit der ungewöhnlichen abendlichen Ansage ist seit dem 28. August 2011 auf der Plattform zu finden und mittlerweile zu einem echten Hit avanciert. Fast 600.000 User sind von der Flugbegleiterin Michaela Bahnmüller begeistert. Nahezu 800 von ihnen haben ein Kommentar hinterlassen.

Weitere Ansagen auf Sächsisch, Kölsch oder Bayerisch denkbar

Doch wie kommt’s? Laut Bahnmüller soll das Ganze eine relativ spontane Aktion gewesen sein. Überhaupt würde sie so etwas nur machen, wenn sich überwiegend schwäbische Gäste an Bord der Maschinen befinden würden.

Der große Erfolg im Internet gibt ihr Recht und rief mittlerweile sogar ihren Arbeitgeber auf den Plan. Wie Air-Berlin-Sprecher Uwe Berlinghoff in der Zwischenzeit verlauten ließ, seien künftig auch weitere Ansagen im Dialekt als ein Zusatz zu den herkömmlichen Formeln denkbar. Eine entsprechende Nachfrage des Unternehmens auf Facebook habe der ganzen Idee jedenfalls positive Resonanz beschert. Sächsisch, Kölsch oder Bayerisch – solange die Sicherheit gewahrt bleibe, sei das alles möglich. Nichtsdestotrotz werden die Durchsagen zuerst auf Hochdeutsch und Englisch erfolgen.

Hier die Air Berlin Durchsage noch einmal im Wortlaut:

„So, weil wir Schwaben ja bekanntlich älles außer Hochdeutsch kennet hem mer des ganze jetztetle o noch auf schwäbisch für sie. Jetzt sin wir also endlich aufm schöne stuttgarter flughafen oakomme und begrüßetse recht herzlich. Sen se so freundlich und bleibetse bitte so lang hocke bis des lämple mit dem gurt druf nemme leuchtet und der flieger komplett still stoaht. Passetse bitt uff wenn se schatulle öffnet dass ihne der kladeradatsch da obe net auf den däds flieat. airberlin, cockpit un wir schtewardessen tätn uns jetzt gern von ihne verabschiede. wir hoffet ihne gefallts im schwabeländle und wünschet ihne a gute und gemütliche hoimfahrt, kommetse gut ins nest. War a Froid für uns, bis zum nächsten mal in unsrem schwabenexpress, bis da no haltet se d ohre steif, tschüssle un ade, gell, machet se s goat“

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