Zu viele Migranten: Monty Python-Star sorgt sich um London

In einem Interview mit dem australischen TV-Sender ABC blickt Monty-Python-Star John Cleese mit kritischer Miene in Richtung London. Die multikulturelle Atmosphäre der britischen Hauptstadt würde seiner Meinung nach das ganze Leben dort verändern.

„Ich bin mir nicht sicher, was in Großbritannien passiert“, so John Cleese in Richtung Moderator Chris Uhlmann hinsichtlich der sozialen Unruhen, die erst vor kurzem zahlreiche Städte in Großbritannien heimgesucht hatten. In der Sendung „7.30“ hat  Cleese nicht nur über seine Arbeit und die Schattenseiten des Erfolgs, sondern auch über den Zustand der britischen Nation gesprochen. Darauf hin meinte der Comedian und Autor nachdenklich: „Lassen sie mich nur das sagen: Ich weiß nicht was in London los ist, denn London ist keine englische Stadt mehr und so hat sie die Olympischen Spiele (2012) bekommen. Die sagten ‚Wir sind die kosmopolitischste Stadt der Welt‘, aber sie fühlt sich nicht mehr englisch an. “

John Clesse sieht die britische Hauptkultur in Gefahr

Vor zwei Monaten erst, so der 71-jährige Schauspieler weiter, sei er mit einem Freund, der aus dem US-Bundesstaat Kalifornien zu Besuch war, durch die King’s Road im Londoner Stadtteil Chelsea gelaufen. Der Amerikaner habe ihn gefragt, wo hier denn eigentlich die ganzen Engländer wären. Das gab auch dem britischen Schauspieler zu denken, der darauf hin feststellt: „Ich liebe die unterschiedlichen Kulturen, aber wenn sich die Hauptkultur des Landes auflöst, dann denkt man schon ‚Was passiert denn hier?“

Das Kommentar wurde von Nigel Farage, Vorsitzender der konservativen Partei UKIP, wohlwollend aufgenommen. Kollege Ben Naylor kann den Eindruck von Cleese jedoch so gar nicht nachvollziehen. Über Twitter kommentierte er: „Sie und ihr Begleiter haben wahrscheinlich eine Menge englischer Leute gesehen, John Cleese. Sie waren offenbar nur nicht alle weiß.“ Ein weiterer Twitterer namens bat020 ist entsetzt und schreibt: „London war nie und wird niemals in dem Sinne ‚englisch‘ sein, wie sich das Herr Cleese vorstellt. Gott sei Dank!“

Auch das Steuersystem Großbrinnaniens ist Cleese ein Graus

Die letzten Jahre hat der Schauspieler in den USA gelebt. Erst im vergangenen Juli wurde er mit den Worten zitiert, dass er es sich auf Grund der hohen Steuern nicht länger leisten könne in Großbritannien zu leben. Seiner Meinung nach müsse er gut sechs Millionen Pfund verdienen, damit für ihn überhaupt etwas hängen bleibe. Nun überlege er, wohin er seinen Wohnsitz verlegen sollte. Denn insgesamt seien ihm die Steuern in Europa zu hoch.

Hier das Interview (ab Minute 3:50 spricht er über London):

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