Flaschenwurf? Starpianist Fazil Say und Ulrike Dufner geraten aneinander!

In einem Restaurant in Istanbul sind der weltbekannte Pianist Fazil Say und die Leiterin der Heinrich-Böll Stiftung in Istanbul, Ulrike Dufner, in Streit geraten. Nun rätseln alle: Flog eine Flasche? Ein Whiskey-Glas? Gab es eine körperliche Attacke?

Auf der Prinzeninsel Burguzada vor Istanbul kam es am Dienstag zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Pianisten Fazil Say und Ulrike Dufner sowie ihrem Mann, dem türkischen Regisseur Nedim Hazar. Nach einem Streit in einem Restaurant bewarf soll er die in der Türkei lebende Deutsche mit einer Plastikflasche beworfen haben. Say sei betrunken gewesen, erklärte Hazar. Auf Facebook und Twitter veröffentlichte Say seine Sicht der Vorkommnisse.

Politische Diskussion eskalierte

Fazil Say habe sich in dem Restaurant mit Freunden zum Essen getroffen.
Gegen 2 Uhr morgens habe sich das Paar direkt neben ihn gesetzt, obwohl das Restaurant so gut wie leer gewesen sei. Es sei zu einem Gespräch insbesondere über die Grünen gekommen, so Say. Fazil Say betont in seiner Erklärung, er habe die Grünen für ihre jüngsten Erfolge gelobt. Doch laut Say habe sich das Paar nur an seinen Tisch gesetzt, um eine politische Diskussion anzufangen und ihn zu provozieren. Fazil Say kritisierte in Interviews immer wieder die derzeitige türkische Regierung. Say erklärte, er habe Dufner und Hazar gebeten, sich an einen anderen Tisch zu setzen.
Say gibt zu, dass er wütend geworden sei und sein Whiskey-Glas in Nedim Hazars Richtung ausgeschüttet zu haben.

Erst nachdem Dufner und Hazar das Restaurant verlassen hatten, habe Say aus Wut eine Plastikflasche auf den Boden geworfen. Außerdem sei er zu Dufner gelaufen, die sich schon außerhalb des Restaurants befand, um ihr zu sagen, dass sie nichts von der Türkei verstanden habe. Das sei fälschlicherweise als Angriff interpretiert worden: „Alles andere ist nur Spekulation. 20 bis 30 Personen können den Vorfall bezeugen.“ Fazil Say entschuldigte sich über die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter bei allen Beteiligten, ausgenommen Ulrike Dufner und Nedim Hazar. „Das ist nicht normal, was die gemacht haben. Die Dame, die Mitglied bei den Grünen ist, sollte sich mit der Regierung beschäftigen, die in Samsun ein Atomkraftwerk eröffnen will und nicht mit Künstlern, die um 2 Uhr auf Burguzada sind.“

Ulrike Dufner schickte der türkischen Internetseite Medyatava eine eigene Erklärung. Hierin äußert sie die Vermutung, Fazil Say sei aufgrund ihrer Position als Mitglied der Grünen und Leiterin der Heinrich-Böll-Stiftung ausfallend geworden. Wäre sie von Anwesenden nicht beschützt worden, hätte der Pianist sie wahrscheinlich verprügelt, so Dufner. Während der Auseinandersetzung habe er sie beleidigt und ein „Türkisch wie Straßenhunde“ gesprochen, meint die Leiterin der Böll-Stiftung. Say sei sehr aggressiv gewesen und laut Nedim Hazar soll er alkoholisiert gewesen sein.

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