UN: 750.000 Somalis sterben in den nächsten vier Monaten

Die Hungersnot in Somalia breitet sich weiter aus. Wenn nicht schnell eine Lösung gefunden wird, könnten in den nächsten Wochen und Monaten weitere 750.000 Menschen sterben.

Mehr als vier Millionen Somalis sind nach Angaben der Vereinten Nationen inzwischen von der Hungersnot betroffen. Hunderte von Menschen sterben jeden Tag, bei mindestens der Hälfte handelt es sich um Kinder. In den nächsten vier Monaten dürften schätzungsweise um die 750.000 weitere Menschen zu Tode kommen, wenn nicht schnell gehandelt wird.

Es besteht bereits vierfacher Notstand: 60 Prozent der Menschen sind stark unterernährt

Ein „Wettlauf gegen die Zeit“ ist es auch in den Augen des Leiters für humanitäre Hilfe in Somalia. Die Hungersnot werde sich bis zum Ende des Jahres noch weiter ausbreiten. Mark Bowden, der Leiter des UN-Büros, das Hilfsgüter für Somalia koordiniert, bestätigt: „Das ist keine kurzzeitige Krise“. Die südliche Bay Region ist die neueste Gegend, die zur Hungerzone erklärt wurde. Beinahe 60 Prozent der Menschen seien stark unterernährt – das sei vier Mal so viel wie der Status ab dem der Notstand ausgerufen wird, so Grainne Moloney, Leiterin der Ernährungssicherungs-Einheit.

Sechs Regionen sind inzwischen von der Hungersnot betroffen, darunter vier südliche Regionen und zwei Siedlungen von Vertriebenen. Der UN zufolge sind bislang Zehntausende an Gewalt, der Dürre und der Hungersnot gestorben. Mehr als 150.000 Flüchtlinge haben in den letzten Monaten Hilfe gesucht. Darunter sind Familien aus Kenya, Äthiopien und Dschibuti. Somalia hat es aber am härtesten getroffen.

Mehr hier:

Somalia: Türkei vergibt 500 Universitäts-Stipendien

U2-Sänger Bono dankt Erdogan: Er hat in Somalia Mut bewiesen

Mit den Bedürftigen leiden: Die wahre Bedeutung des Ramadan verstehen


Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.