Opernstar Salvatore Licitra gestorben

Der italienische Tenor Salvatore Licitra ist den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls auf Sizilien erlegen. Der von vielen als Erbe des verstorbenen Luciano Pavarotti gesehene 43-Jährige starb neun Tage nach einem tragischen Rollerunglück.

Die Kopf- und Brustverletzungen waren am Ende, trotz einer sofort eingeleiteten Not-Operation, einfach zu groß. Ein verhängnisvoller Rollerunfall kostete den italienischen Opernstar Salvatore Licitra nach mehreren Tagen in einem schweren Koma nun das Leben.

Offenbar hatte der Sänger während der Fahrt am 27. August einen Hirnschlag erlitten und war in Folge dessen gegen eine Mauer geprallt. Wie vielfach in Italien üblich, trug er, anders als seine 29-jährige Freundin, die sich leichte Verletzungen zuzog, keinen Helm. Er verstarb am vergangenen Montag, den 5. September.

Internationaler Durchbruch an der New York Met mit „Tosca“

Die Karriere des Ausnahmesängers, der 1968 in Bern in der Schweiz geboren wurde, begann im Jahr 2002. Damals sprang er für den erkrankten Pavarotti an der New York Met ein. Spontan flog Licitra damals quer über den Atlantik, um dem Publikum zwei außergewöhnliche Abende als Cavaradossi in Puccinis „Tosca“ zu bescheren. Dieses dankte ihm mit stehenden Ovationen. Die Kulturkritiker lobten ihn als fantastischen Sänger. Seither war der in Italien aufgewachsene Licitra auf allen internationalen Bühnen aktiv, unter anderem an der Mailänder Scala unter dem Stardirigenten Riccardo Muti. Seine Liebe galt dabei Partien aus den Opern von Giuseppe Verdi („Aida“) und Giacomo Puccini („Tosca“). 2003 erhielt er eiinen Echo Klassik für sein Debüt-Album „E Lucevan le Stelle“.

Im kommenden Dezember sollte er eigentlich in Deutschland auftreten. Nach Sizilien war er gekommen, um am Samstag in Ragusa einen Preis entgegen zu nehmen.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.