Tiroler Gemeinde lehnt türkische Privatschule ab

In der Tiroler Gemeinde Rum wird es vorerst kein türkisches Privatgymnasium geben. Schon 2013 sollten hier die ersten Schüler unterrichtet werden. Den Antrag der Initiatoren lehnte die Gemeinde am Dienstag ab.

Der Plan türkischstämmiger Unternehmer ein Privatgymnasium in einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude in Rum zu eröffnen, löste heftige Diskussionen aus. Mit diesem Projekt werde „Migrantenkindern die Integration erleichtert“ sagten die Initiatoren gegenüber der „Tiroler Tageszeitung„. In der geplanten Schule sollte Türkisch als zusätzliches Unterrichtsfach für Muttersprachler und als Fremdsprache angeboten werden.

Türkische Privatschule dient nicht der besseren Integration

Bildungslandesrätin Beate Palfrader sah die Gründung eines türkischen Privatgymnasiums von Anfang an kritisch: „Auch wenn Privatschulen Bundessache sind, muss ich sagen, dass ich nicht gerade angetan von dieser Idee bin.“ Die Gemeinde beendete die Diskussionen nun mit der Ablehnung des Antrags.

Die Ablehnung habe jedoch nichts mit der geplanten Mehrsprachigkeit zu tun: „Die Marktgemeinde Rum ist generell gegen die Errichtung von Privatschulen jeder Art auf dem Gebiet der Marktgemeinde Rum“, erklärte Bürgermeister Gerhard Kopp. In der Erklärung zur Ablehnung hieß es außerdem, eine bessere Integration könne erreicht werden, wenn „alle Schüler in einem Schulbereich untergebracht“ würden.

Georg Kraft-Kinz und Ali Rahimi, die Vorsitzenden des Vereins „Wirtschaft für Integration“, sprachen sich zuvor für die Gründung der Schule aus. Fremdsprachige Schulen, wie beispielsweise das Lycee Francais de Vienne, würden zeigen, dass „Mehrsprachigkeit ein Gewinn“ für Österreich sei, so die Vorsitzenden.

 

 

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