Mord: Gefälschte Lebenszeichen auf Facebook

Der Lehrer Andrew Lindo brachte seine Verlobte Marie Stewart auf brutale Weise um und vertuschte den Mord anschließend, indem er in ihrem Namen Nachrichten bei Facebook veröffentlichte und SMS an Verwandte und Freunde schrieb.

Schon im Dezember vergangenen Jahres soll er versucht haben seine Verlobte umzubringen. Damals hatte sie einen ersten Verdacht bezüglich einer Affäre mit einer Frau namens Angela Rylance geäußert. Doch jetzt machte Lindo ernst: Erst würgte er Marie Stewart, dann packte er sie in einen Plastiksack und schlug mit einem Stuhl auf sie ein. Weil sie noch immer lebte, stach er mehrmals mit einem Messer auf sie ein. Sieben Wochen lang bewahrte er die Leiche unentdeckt in einem Koffer in seiner Garage auf.

Makaber: Marie Stewart lebte durch ihren Mörder auf Facebook weiter

Auf Facebook und über SMS wandte er sich in ihrem Namen an Verwandte und Freunde und teilte diesen mit, sie sei mit einem anderen Mann durchgebrannt. Durch die Status-Updates schöpfte zunächst niemand Verdacht. Nach einiger Zeit kamen der Familie der Toten aber doch Zweifel an der Geschichte und Lindo wurde verhaftet.

Vor Gericht gab er sich als treuer und liebender Partner, der, ebenso wie seine Kinder schlimme emotionale und physische Schäden durch Marie Stewart erlitten habe. Doch die Staatsanwältin konnte einen anderen Eindruck schaffen, sie deckte auf, dass es sich bei Lindo um einen „Schürzenjäger“ und „chronischen und gekonnten Lügner“ handelt.

Seit fünf Monaten bestehe die Affäre zwischen Lindo und Rylance. Acht Tage vor dem Mord habe Marie eine Freundin angerufen und gesagt, sie habe endlich Beweise für die Affäre ihres Verlobten. Lindo hatte außerdem Affären mit zwei weiteren Frauen, beides Kolleginnen aus seiner Schule, denen er sich als allein erziehender Vater vorgestellt hatte, wie die Staatsanwältin aufdecken konnte.

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