Fett, Salz und Rauchen: Türken leben zu ungesund

Wie eine Untersuchung des statistischen Instituts der Türkei, TurkStat, herausgefunden hat, ist eine ungesunde Lebensweise vieler Bürger eine wesentlicher Mortalitäts-Faktor innerhalb des Landes.

Laut dem Bericht von TurkStat sind derzeit gut 40 Prozent aller Todesfälle in der Türkei auf Kreislauferkrankungen zurück zu führen. Derartige Krankheiten entstünden, so heißt es darin, vor allem auf Grund schlechter Lebensgewohnheiten. Dazu gehöre das Rauchen, zu wenig Bewegung und natürlich auch die Art der Ernährung.

TurkStat zufolge zählen zu den drei häufigsten Todesursachen Kreislauferkrankungen mit 39.9 Prozent. Krebs und andere bösartige Tumore sind in 20.7 Prozent der Fälle verantwortlich. Bei  8.9 Prozent der Toten sind es Erkrankungen der Atemwege. Der Studie zu Grunde lagen 280,500 Todesfälle des Jahres 2009.

Die meisten Türken sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen

„Viele Menschen, vor allem Frauen und Kinder, fangen sehr früh mit dem Rauchen an. Das ist ein sehr großes Problem. Daneben gibt es eine steigende Anzahl von Personen, die an Übergewicht leiden. Dieses Phänomen ist nicht nur auf die Ernährungsgewohnheiten (in der Türkei) zurück zu führen, sondern auch darauf, wie er hergestellt wurde“, erklärt Dr. Tezcan, der solche Trends in vielen entwickelten Nationen beobachtet. „In der Vergangenheit waren es zumeist Infektionen, die zum Tod führten. Das hat sich nun geändert.“

Von allen Todesfällen des Jahres 2009, die TurkStat untersucht hat, waren bei 111,830 Patienten Kreislauferkrankungen ursächlich, darunter fielen auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zu hoher Blutdruck. Als zweithäufigste Todesursache stachen bösartige Tumore hervor. Zu den fünf häufigsten Arten zählten hier Krebs der Speiseröhre, der Luftröhre, Bronchitis und Lungen-Tumore mit insgesamt 31,4 Prozent. Magenkrebs trat in 8,6 Prozent der Fälle auf. Blutkrebs und hämatopoetische Tumore wurden ebenfalls bei 8,6 Prozent der Patienten festgestellt. 6,3 Prozent litten an Darmtumoren und 5 Prozent an Pankreastumoren.

Auch die Anzahl der Raucher sei noch immer sehr hoch, erklärt Mustafa Aydın, Vorsitzender der Gesellschaft „Kampf gegen das Rauchen“. „2009 soll es rund 22 Millionen Raucher gegeben haben. Mit Hilfe der gerade laufenden Kampagnen schätzen wir, dass bis Ende 2011 noch etwa 19 Millionen zum Glimmstengel greifen werden.“ Dennoch sei die Zahl der Raucher im Vergleich zu anderen Ländern noch immer äußerst hoch. TurkStat zu Folge starben 2009 18,210 Menschen wegen Tumoren an der Speise- und Luftröhre. 15,627 von ihnen waren Männer.

Die dritthäufigste Todesursache nennt TurkStat Erkrankungen der Atemwege, vor allem Infektionen der oberen Atemwege und Lungenentzündungen. Hierunter zählt die Studie auch Personen, die an AIDS verstorben sind. Im Jahr 2009 waren das 43. Hierzu gibt es jedoch unterschiedliche Angaben. Experten schätzen die Zahl der AIDS-Toten durchaus höher ein.

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