Yahoo Chefin per Telefon gefeuert!

Das Internetunternehmen Yahoo hat sich von seiner bisherigen Chefin Carol Bartz getrennt. Gefeuert wurde die 63-Jährige, nur zweieinhalb Jahre nachdem sie den Posten angetreten hat, von Verwaltungsratschef Roy Bostock via Telefon.

Die Entscheidung über ihren Rauswurf soll bereits in der vergangenen Woche getroffen worden sein. In einer Sitzung des Verwaltungsrats kam es zu einem einstimmigen Beschluss der acht Mitglieder. Bartz selbst als auch Mitbegründer Jerry Yang waren nicht zugegen. Doch erst am vergangenen Dienstag wurde sie telefonisch informiert. Anschließend verabschiedete sie sich in einer zweizeiligen Email von der Belegschaft: „Ich bin sehr traurig, euch mitteilen zu müssen, dass mich der Yahoo-Verwaltungsratsvorsitzende gerade am Telefon gefeuert hat.“

Überraschend kam die Entscheidung zumindest für einige Außenstehende offenbar nicht. Nicht nur Unternehmens intern herrschte der Eindruck, dass die Software-Managerin den Niedergang des Konzerns seit ihrem Einstieg im Januar 2009 nicht stoppen konnte.

Yahoo hat Facebook und Google wenig entgegen zu setzen

Nun liegen die Geschicke des Konzerns in den Händen von Finanzchef Tim Morse. Die Börse in Frankfurt am Main nahm die Kündigung von Bartz positiv auf. Nach dem bisherigen Gerangel mit dem chinesischen Partner Alibaba und stagnierenden Umsätzen offenbar wieder gute Neuigkeiten für die Anleger: Die Yahoo-Aktien legten um zwölf Prozent zu. Auch in New York war der Aufwind zu spüren. Hier konnte das Papier nachbörslich um sechs Prozent zulegen.

Um im Wettbewerb – gerade mit Seiten wie Facebook und Google Inc. – wieder nach vorne zu kommen, soll jetzt neues Exekutivkomitee dem Interimschef Morse beim Tagesgeschäft unter die Arme greifen. Darüber hinaus soll es eine „umfassende Strategierevision“ erarbeiten, um das Unternehmen wieder auf Wachstum auszurichten.

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