Armenier Aznavour unter Druck, weil er Wort „Genozid“ nicht mag

Die armenische Lobby in Frankreich hat den französisch-armenischen Musiker Charles Aznavour für dessen jüngste Äußerungen kritisiert, in denen er sein Unbehagen über die Verwendung des Wortes "Genozid" äußerte. Während des Völkermords sollen in der Zeit des ersten Weltkriegs Hunderttausende Armenier durch Türken des Osmanischen Reichs ums Leben gekommen sein.

Während einer Fernsehsendung am Sonntag hatte dieser laut „Zaman“ im französischen Fernsehen gesagt: „Das Wort Völkermord stört [mich].“ Es müsse „ein anderes Wort gefunden werden, um die türkisch-armenische Grenze wieder zu öffnen und den Dialog mit Türken [zu erleichtern]“, sagte der Sänger während eines TV-Programms  auf dem Sender France 2. Er äußerte auch den Wunsch, die Türkei zu besuchen, sich auf die Türken als „gute Menschen“ beziehend.

Die armenische Gemeinde in Frankreich hat Aznavour daraufhin in diversen Internetbeiträgen heftig kritisiert und beschuldigte ihn des Verrats an den Armeniern.

Armenischen Gruppen sagen, bis zu 1,5 Millionen Armenier seien während des Ersten Weltkriegs in einer systematischen Völkermord-Kampagne durch das Osmanische Reich getötet worden. Die Türkei lehnt die Anklage ab und spricht davon, dass die Zahl der Todesopfer aufgeblasen wird. Ebenso seien Türken getötet worden, als die Armenier gegen das Osmanische Reich in Zusammenarbeit mit russischen Streitkräften für einen unabhängigen Staat in Ostanatolien revoltiert hätten.

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