Luxemburg: Türkei und EU müssen sich auf ein Visa-System einigen

Bei einem Besuch in der Türkei sprach sich Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker für die Visaliberalisierung für türkische Staatsbürger in der EU aus.

Juncker forderte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara eine Erleichterung der Visabestimmungen für türkische Staatsbürger in den Schengen-Staaten. Dabei müssten beide Seiten, sowohl die EU als auch die Türkei, zufrieden gestellt werden. Im Gegenzug solle die Türkei ein Rückübernahmeabkommen mit den Mitgliedsstaaten der EU unterzeichen. Dies sieht vor, dass illegale Einwanderer aus der Türkei und Illegale, die die Türkei als Transitland nutzen, in die Türkei zurück geschickt werden können.

Noch immer keine Verhandlungen zu den Visabestimmungen

Verhandlungen über eine Liberalisierung der Visabestimmungen mit der Türkei sollten erst nach einer Erarbeiten eines Rückübernahmeabkommens aufgenommen werden. Obwohl die Gespräche über das Abkommen bereits Anfang des Jahres 2011 abgeschlossen worden sind, wurden immer noch keine Verhandlungen zu den Visabestimmungen aufgenommen.

Erdogan und Juncker sprachen während der Pressekonferenz von einer sehr guten Beziehung ihrer beiden Länder. Juncker erklärte, Luxemburg wolle vor allem die wirtschaftlichen Beziehungen zu der Türkei verbessern. Das Handelsvolumen beider Länder solle von 140 Millionen Dollar auf bis zu 500 Millionen Dollar angehoben werden, ergänzte Erdogan.

Der türkische Ministerpräsident begleitete Jean-Claude Juncker bis zum Flughafen von Ankara. Er erinnerte damit an seinen letzten Besuch in Luxemburg 2003. Hier begrüßte ihn Juncker persönlich am Flughafen von Luxemburg und verabschiedete ihn ebenfalls wieder dort.

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