Dave Clark: Freddie Mercury entschied sich zu sterben

Am vergangenen Montag, den 5. September, wäre Rocklegende Freddie Mercury 65 Jahre alt geworden. Sein enger Vertrauter Dave Clark enthüllt jetzt: "Freddie hat entschieden zu sterben, als sein Leben keinen Spaß mehr machte".

Als der heutige Musikmanager Dave Clark bei „Queen“-Frontman Freddie Mercury zum Abendessen eingeladen war, versprach das eigentlich ein ganz amüsanter Abend zu werden. Der Mitbegründer der legendären Band „The Dave Clark Five“ hatte viele schöne Stunden gemeinsam mit dem extravaganten Sänger in dessen großzügigem Haus im Westen Londons. Doch diesmal warteten schockierende Neuigkeiten auf ihn.

An diesem Abend vertraute ihm Freddie Mercury an, dass er an der Immunschwächekrankheit AIDS leide. Zu damaliger Zeit ein so gut wie sicheres Todesurteil, sobald die Krankheit einmal ausgebrochen war. Und in der Tat, schien es so als wäre es im Falle des Superstars der Fall.

Kurz vor seinem 20. Todestag – er starb am 24. November 1991 – haben Freunde des Sängers dessen 65. Geburtstag mit einem Charity-Dinner für den Mercury Phoenix Trust im Londoner Savoy Hotel gefeiert und so den Startschuss für ein Jahr voller Spendenaktionen gegeben.

Mercury erzählte nur engsten Freunden von seiner Krankheit

Für Dave Clark ist es eine Zeit schmerzlichster Erinnerungen. Er saß allein an Freddies Bett als dieser verstarb. Doch zurück zu besagter Einladung: „Als Freddie mir in dieser Nacht zum ersten Mal von seiner Krankheit erzählte, war ich geschockt“, erinnert sich Clark. „Er sah überhaupt nicht aus als ob ihn das belasten würde, natürlich wusste ich, dass es ihn aus der Bahn geworfen hatte.“ In der Tat, so Clark weiter, hätte er großartig ausgesehen. So gar nicht krank. Ganz im Gegenteil: Er sah äußerst gesund aus. Als Freddie fortfuhr, schien sein Freund das Ganze noch nicht wirklich begriffen zu haben, wie er im Nachhinein gesteht, erst später habe es ihn so richtig getroffen.

„Freddie vertraute mir eine Menge an. Als er die Diagnose erhielt, gab es lediglich eine Handvoll Personen, die davon wussten. Nicht einmal seine Band und seine Familie hat zunächst davon erfahren. Zu dieser Zeit glaubte und hoffte man, dass es doch noch eine Heilung geben, dass alles gut gehen würde. Man musste positiv bleiben.“

Freddie selbst war ein großer Fan von Dave Clark, dessen Band einst als die größten Rivalen der „Beatles“ betrachtet wurden. Die so genannte „DC5″, auf deren Hits wie „Glad All Over“ und „Bits And Pieces“ gingen, trug wesentlich dazu bei britische Musik in Amerika bekannt zu machen. 15 Top 20 Hits und mehr als 100 Millionen verkaufte Platten gingen auf ihr Konto.

Am Ende setzte er fast alle Medikamente ab

Clark und Mercury waren bereits seit 1976 befreundet. Erstmals trafen sie sich nach einem Queen Konzert im Londoner Hyde Park. 1985 folgte dann die erste enge musikalische Zusammenarbeit für Clarks Musical „ Time“. Gemeinsam nahmen sie hierfür den Soundtrack auf.

„Freddie versuchte wirklich alles“, erzählt Clarke weiter. Sogar neue spezielle Medikamente hat er sich mit der Concorde aus Amerika einfliegen lassen. Er sagte, die nächste Generation werde diese Krankheit besiegen. Das traurige daran ist, hätte er die Krankheit zwölf Monate später bekommen, hätte er es wahrscheinlich geschafft. Denn zu jener Zeit wurde erstmals eine kombinierte Medikamente-Therapie eingeführt. Doch er selbst wurde immer gebrechlicher. Schließlich entschloss er sich dazu, auf alle Medikamente abgesehen von Schmerzmitteln zu verzichten. Freddie liebte das Leben. Er kostete es in vollen Zügen aus. Und am Ende als er begriff, dass das Ganze keine Spaß mehr machte, traf er die Entscheidung alles abzusetzen. Er litt und leider gab es kein Entrinnen.“

An dem Abend als Freddie starb, übernahm Clark die Nachtwache von Mary Austin, Freddies langjähriger Lebensgefährtin und immer noch enge Freundin. Auch Joe Fanelli hielt sich im Haus auf. Daneben hatten sich Peter Freestone und Jim Hutton eingefunden. „Wir machten für Freddie alles so angenehm wie irgendmöglich. Sein Schlafzimmer hatte eine angrenzende Lounge, von der man in seinen wunderbaren Garten blicken konnte. Er war für alles und vor allem für seine Freunde so wahnsinnig dankbar.“

Als Mercury dann plötzlich verstarb, war Clark gerade allein mit ihm in dessen Schlafzimmer. Erst eine halbe Stunde zuvor war der Arzt bei ihm gewesen und hatte versichert, dass er noch ein paar Tage habe. Damit, dass er nun so schnell starb, hatte keiner gerechnet.

http://www.youtube.com/watch?v=2omuoO_hIbQ

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