Vermisste Maddie: Scotland Yard schickt Top-Leute nach Portugal

Vor vier Jahren hielt der Fall der plötzlich aus einer Ferienanlage verschwundenen Madeleine McCann die Welt in Atem. 2007 hatten die Eltern ihre kleine Tochter schlafen gelegt, um kurz etwas Essen zu gehen. Als sie wieder kamen war Maddie verschwunden. Jetzt schickt Scotland Yard erstmals seine Top-Leute nach Portugal.

Ihre Eltern haben bis heute nicht aufgegeben. Immer wieder gehen Gerry und Kate McCann an die Öffentlichkeit. Dass ihre kleine Tochter Maddie, die am 3. Mai 2007 spurlos aus einem Ferienappartement im portugiesischen Praia da Luz verschwand, für immer verloren sein soll, das wollen beide nicht glauben. Die Kleine, die mit den Geschwistern Sean und Amelie aufwuchs, wäre inzwischen acht Jahre alt.

„Wir wissen nicht, was mit ihr geschehen ist. Wir glauben, dass viel dafür spricht, dass sie noch lebt, aber…Es wäre sehr hart, wenn wir herausfinden müssten, dass sie tot ist“, erklärt ihr Vater Gerry in einem Interview mit dem „Stern“. Natürlich denke das Paar  manchmal: Sind alle Anstrengungen umsonst? „Aber wir wissen es einfach nicht. Wir müssen herausfinden, was Madeleine zugestoßen ist. Und wir müssen diejenigen finden, die verantwortlich sind. Sie müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“

Erste Treffen der Ermittler bereits Anfang August

Neue Hoffnung könnte ein neuer Vorstoß von Scotland Yard sein. Erstmals ist Anfang August ein Ermittler-Team nach Portugal gereist, um dort „formale“ Treffen mit den hiesigen Behörden abzuhalten. Zwar hatten die Beamten von Leicestershire seit dem Verschwinden des Mädchens regelmäßigen Kontakt mit Portugal. Nun schalten sich jedoch die Top-Leute der Behörde ein, um das weitere Vorgehen mit den Kollegen vor Ort zu besprechen.

Und das wird in den Augen der Eltern sicher auch allerhöchste Zeit. Denn formal wurden die Akten bereits im Sommer 2008 geschlossen. Seitdem fand durch die Polizei keine aktive Suche mehr nach der kleinen Maddie statt. Nun können sie wieder neue Hoffnung schöpfen.

Seit ihrem Verschwinden wurden bereits hunderte verschiedener Lokalitäten auf der ganzen Welt als mögliche Aufenthaltsorte des Mädchens genannt. In keinem Fall wurde aus einem Hinweis jedoch eine heiße Spur.

Kritik glauben, dass die Ermittlungen zu spät kommen

Die McCanns sind unterdessen nach wie vor davon überzeugt, dass die Entführer ihrer Tochter auch den Zwillingen, die mit im Zimmer schliefen, Drogen verabreicht haben. Als sie das Verschwinden der Kleinen bemerkten, hätten sie den Atem der beiden anderen Kinder kontrollieren müssen. Sie seien trotz des ganzen Trubels nicht erwacht. Sie sind ebenfalls überzeugt, dass der oder die Täter bereits in der Nacht zuvor an der Ferienwohnung zu Gange waren, dabei allerdings gestört wurden.

Im Mai dieses Jahres schaltete sich nun Premier David Cameron ein. Er bat Scotland Yard den Fall weiter zu untersuchen. Kritiker fragen sich nun, warum dieser Schritt nicht wesentlich früher erfolgte. Mögliche Spuren seien nun vernichtet. Auch fragen sich nicht wenige, ob es überhaupt noch eine realistische Perspektive gäbe Maddie lebend zu finden.

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