Verbündet sich Israel jetzt mit der PKK gegen Türkei?

Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman plant eine Reihe von Maßnahmen gegen die Türkei. Dazu soll angeblich auch militärische Hilfe für die terroristische Organisation PKK gehören.

Während die Türkei weiterhin auf eine Entschuldigung für den Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte „Mavi Marmara“ wartet, kündigt der israelische Außenminister Avigdor Lieberman Strafmaßnahmen an. Das berichtete die israelische Zeitung „Jedioth Achronot“. Lieberman soll einem Treffen mit PKK-Führern zugesagt haben, bei dem diese ihn möglicherweise um militärische Hilfe bitten könnten.

Außerdem habe Israel vor, die armenische Lobby in den USA in ihren Bemühungen, die Tötung von 1,5 Millionen Armeniern während des ersten Weltkriegs im Osmanischen Reich als Völkermord anerkennen zu lassen, zu unterstützen.

Lieberman: Erdogan will Israel vorführen

Nachdem die Türkei vergeblich auf eine Entschuldigung Israels nach dem UN-Bericht zum Mavi-Marmara-Vorfall gewartet hatte, kündigte Erdogan vor kurzem Strafmaßnahmen an, darunter den Abbruch der militärischen und handelspolitischen Beziehungen zu Israel. Liebermans Pläne scheinen nun die Antwort auf die türkischen Sanktionen zu sein. „Wir werden einen Preis von Erdoğan einfordern, der es ihm klar machen wird, dass es sich nicht lohnt, Israel vorführen zu wollen“, zitiert die „Jedioth Achronot“ Außenminister Lieberman.

Die angespannte Beziehung zur Türkei spaltet zurzeit die israelische Regierung. Während Politiker wie Lieberman Erdogan in seine Schranken weisen wollen, versuchen andere die Wogen zu glätten. Geheimdienstminister Dan Meridor sagte: „Die Türkei, die verkündet, dass Israel nicht über den internationalen Gesetzen steht, muss verstehen, dass sie es auch nicht tut.“ Mit dem Durchbrechen der Gaza-Blockade würde die Türkei das tun, so Meridor.

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