9/11 Erfahrungsbericht eines Deutsch-Türken: „Wieso habe ich überlebt?“

Der Deutsch-Türke Mustafa Ücözler war am 11. September 2001 Banker bei Morgan Stanley im World Trade Center. Nur knapp konnte er sich damals aus dem 72. Stock des Südturms retten. Jetzt, zehn Jahre später, hat er sich mit Christoph Prantner in New York getroffen. Im Gespräch mit dem österreichischen Journalisten berichtet er von seinem neuen Leben nach dem Anschlag und vor allem, wie er auf der Liste der Terrorverdächtigen in den USA gelandet ist.

Der 11. September 2001 hatte für den heutigen Ex-Banker recht fröhlich begonnen, berichtet Ücözler dem österreichischen „Standard“. Er hatte etwas länger geschlafen und war ohne Frühstück aus dem Haus gegangen. Mit einem Bagel, den er sich auf dem Weg zur Subway holte, ginge es in Richtung WTC. Es sei sehr sonnig gewesen, er habe sich gefreut und wirklich toll gefühlt an jenem Tag, sagt er. Um 8 Uhr sei er im Büro im Südturm angekommen. Dann stand Kaffee, ein bisschen Plaudern mit den Kollegen über den Arbeitstag an und schließlich wurden die Kurse angesehen. Dann kam es zu einer Explosion.

An einen Terroranschlag dachte er noch nicht

Ücözler erzählt: „Ich war im Raum vor den Aufzügen. Es muss so kurz nach 8.30 Uhr gewesen sein. Auf einmal sehe ich durch eine Glastüre, wie Leute herumrennen. Es sah so aus, als würde einer den anderen jagen. Da hab‘ ich mir gedacht: Was soll das denn? Das kann man doch hier im Büro nicht machen. Dann sah ich immer mehr Menschen, die zu laufen begannen und sich umschauten.“ Fragend blickte er sich um. Als von einer Explosion die Rede war, konnte er das kaum glauben. Er sei geschockt gewesen, folgte aber den Anweisungen und ging hinunter. Erst im Treppenhaus sei ihm gesagt worden, was passiert war.

Erste Telefonate erreichten ihn. Familienangehörige hätten angerufen und gesagt, dass ein Flugzeug ins andere Gebäude, das World Trade Center 1, geflogen sei. An einen Terroranschlag habe er da noch nicht gedacht. Die Leute glaubten, dass es ein Unfall gewesen sein müsse, ein kleines Flugzeug, vielleicht ein Hubschrauber oder so etwas Ähnliches. Dann sei man ganz normal runtergegangen, nicht gerannt. Es hätte einige Leute gegeben, die 1993 beim ersten Bombenanschlag dabei gewesen waren, bei denen hätte man Stress im Gesicht gesehen. Aber für die anderen sei das einfach nur eine Evakuierung gewesen, die einen selbst nicht betraf.

Die Treppenausgänge nach unten waren verschlossen

Dabei hatte Ücözler Glück im Unglück: Sein Büro befand sich im 72. Stock: „Wie sich herausgestellt hat, ist das Flugzeug, das nachher in unser Gebäude geflogen ist, direkt in die 70er Stockwerke reingeflogen.“ Der Rumpf des Flugzeugs sei in die 80er gekracht, die Flügel in die 90er und 70er. Die Menschen hätten sich im 43. Stock auf einer Plattform versammelt. Auch der Ex-Banker sei mit einigen anderen hinuntergegangen. Das habe 20 Minuten bis ca. eine halbe Stunde gedauert. Auf einmal sei es raus, in den 43. Stock auf diese Ebene gegangen. Dort seien sie stehengeblieben, weil die Treppenhäuser bis ganz nach unten verschlossen gewesen waren.

Die Sicherheitskräfte hätten gesagt: „Bleibt, wo ihr seid und wartet auf weitere Anweisungen.“ Dort hätte es auch einen Bildschirm gegeben, auf dem CNN gelaufen sei. Sie hätten in diesem Moment nicht gewusst, was passiert sei, es hätte nur Vermutungen gegeben. Viele Leute seien stehen gelieben, um sich zu informieren, und gingen auch deswegen nicht weiter. Nachdem die Ansage gekommen sei, dass das Gebäude sicher wäre, seien einige wieder hinauf gegangen. Dann sei das zweite Flugzeug eingeschlagen: „In dem Moment wussten wir nicht, dass das ein Flugzeug war, es war einfach nur eine Explosion. Eine meiner Vermutungen war, dass es vielleicht eine Gasexplosion gegeben hat oder dass ein Teil des anderen Gebäudes in unseres reingestürzt ist. Man stellt sich in dem Moment nicht vor, dass da zwei Flugzeuge in die Gebäude reinfliegen.“

Befürchtung, das Haus werde jetzt umstürzen

Den zweiten Feuerball im Gebäude hätte er sogar draußen sehen können, auch den Rauch.
Deswegen dachte er, dass die Explosion direkt im 43. Stock passiert sei. Der Lärm sei so laut wie bei einer Bombenexplosion gewesen. Und danach hätte das Gebäude gequietscht ohne Ende. Er habe gedacht, jetzt sei es vorbei: „Gequietsche, Explosion, Gebäude schwingt herum, Gequietsche.“ Er habe befürchtet, das Haus werde jetzt umstürzen. Oder zumindest die Etage, auf der er stand. Was blieb? Er sei einfach vom Explosionsort weggelaufen. Da sei eine Rolltreppe gewesen, die sei er hinauf gerannt. Runter sei es nicht gegangen.

Nachgedacht habe er in dieser Zeit nicht. Er sei zu geschockt gewesen. Auch seltsame Dinge hätte er getan. „Ich hatte Kaffee in der Hand und irgendein Buch. Die hab‘ ich nicht weggeworfen, als die Explosion passiert ist. Die hatte ich immer noch in der Hand, als ich losrannte. Man ist so geschockt, dass man zur gleichen Zeit denkt: Ich sterbe jetzt, aber den Kaffee möchte ich trotzdem nicht wegstellen. Das ist komisch, aber so reagiert man einfach.“

„Wir wussten nicht, dass ein Flugzeug reingeflogen ist“

Schließlich habe ihm eine Kollegin, die ihm nachgerannt sei, den richtigen Weg gezeigt. Ein paar Mal hätte sie geschrien, dass er runter kommen solle, dann sei er aufgewacht aus diesem Schockzustand, habe seinen Kaffee hingestellt und sei runtergegangen – nicht gerannt. Denn in diesem Moment habe das Gebäude aufgehört zu schwingen. Er dachte, jetzt müsse die Gefahr vorbei sein. Die Stimmung unter den Menschen, so beschreibt der Deutsch-Türke, soll jedenfalls erstaunlich ruhig gewesen sein. „Komischerweise waren die meisten Leute o.k.. Nicht in dem Sinne, dass die sich wohl gefühlt hätten. Aber das Schwanken war vorbei, man dachte sich: Ich habe überlebt, was kann denn jetzt schon noch passieren. Wenn wir jetzt gewusst hätten, dass ein Flugzeug reingeflogen ist, dann hätten wir wahrscheinlich sehr viel anders reagiert. Wenn wir gewusst hätten, dass zehn Minuten später das Gebäude umfallen wird, ebenso. Aber in dem Moment hatten wir keine Ahnung, und deswegen waren wir auch so künstlich ruhig.“ Nur einige wenige waren nervöser als der Rest, andere hätten geweint und seien von den anderen getröstet worden.

Nach einer halben Stunde war er dann unten. Schneller sei es wegen der erdrückenden Hitze nicht gegangen. Doch niemand habe wirklich dran gedacht, dass da irgendwo ein Feuer sei. Man hätte gedacht, vielleicht funktioniere die Klimaanlage nicht oder man sei so gestresst, dass man schwitze. Aber in dem Moment überlege man sich nicht viel. Er selbst sei wahrscheinlich noch unter Schock gewesen, nicht so sehr wie vorher, aber man habe dennoch keine normalen Gedanken fassen können.

„Glaubst du, wir können da irgendwann mal wieder rein?“

Als Sie dann endlich unten waren, hätten sie sich umgedreht. Er habe sich das erste Gebäude angesehen: das erste Loch kannte er schon von CNN, und dann den Turm. Da habe er auch ein Loch und Feuer innen gesehen. Und das hätte ihn überrascht, denn seine Theorie sei eine Gasexplosion gewesen. Dann hab er zu seiner Kollegin gesagt: „Schau mal, da ist ein Loch. Und es brennt. Was glaubst du denn ist da passiert?“ „Weiß ich nicht“, hätte sie gesagt. Und er: „Ich hab‘ noch meine Tasche dort, meine Anzugjacke und das Telefon ist auch noch oben. Glaubst du, wir können da irgendwann mal wieder rein? Unsere Sachen abholen?“ Das seien die ersten Gedanken gewesen. „Das Komische für mich war, dass einige Leute die rausgegangen sind, sofort ihre Kameras rausgeholt und Fotos geschossen haben. Die sind vor fünf Minuten noch um ihr Leben gelaufen und jetzt wollen sie Fotos schießen von der ganzen Sache? Das war für mich unverständlich“, so Ücözler weiter.

Dann wollte er wieder rein, um den Leuten zu helfen. Auf dem Weg nach unten habe er auch ältere Leute gesehen, die zusammengebrochen waren wegen der Hitze. Die seien viel langsamer als die anderen gewesen. Er habe einfach helfen wollen, aber eine Kollegin habe gesagt: „Komm‘, lass‘ uns wieder rausgehen.“ Im Nachhinein glaube er, ihm war bewusster in dem Moment, dass da eine Gefahr bestehe, eine größere Gefahr, als von ihm angenommen.
Ob er realisiert habe, dass Menschen aus den Fenstern springen? „Man möchte diese Sachen verdrängen. Man möchte ja nicht … der erste Gedanke war: Gebäudestücke. Ja, das müssen Gebäudestücke sein. Und dann denkt man sich: Die Explosion ist vorbei, was fällt da jetzt runter?“ Man habe realisiert, dass Leute noch dort oben seien. Doch man wolle in dem Moment wirklich nicht darüber nachdenken, dass das wirklich Menschen seien. Man fühle sich in die Leute hinein und das möchte man nicht. Man wolle ja überleben, klar denken, er habe nicht zusammenbrechen wollen in diesem Moment. „Ich wollte nicht akzeptieren, dass das Menschen sind.“

Schreie habe er nicht gehört, alles sei sehr schnell passiert. Einige hätten mit Sicherheit geschrien, aber unten habe man das nicht hören können. Auch an seine Kollegen aus dem 72. Stock habe er gedacht. Eine Woche lang habe er geglaubt, dass die meisten tot seien. Es sei ja keiner benachrichtigt worden. Eine Woche lang habe Morgan Stanley sie nicht kontaktiert. Es habe zwar im Fernsehen immer diese Nummern gegeben, bei denen man sich melden konnte, dass man überlebt habe. Aber eine Woche lang hätte dort keiner zurückgerufen. Dann sei der Anruf gekommen: „Wir hatten ein neues Büro am Madison Square Garden, dort habe ich die meisten Leute wieder gesehen. Nur zwei sind gestorben“, blickt er zurück.

Der erste Tag im Büro nach dem Angriff sei dann auch sehr emotional gewesen. Man sei durch die Tür gekommen und habe sich umarmt, begrüßt, Geschichten erzählt, wie man entkommen sei. Und dann habe man versucht zu arbeiten. Es sei nicht leicht gewesen, denn andauernd habe es Bombendrohungen gegegben. Sogar am ersten Tag. Das Büro voll mit Leuten, die diesen Attacken entkommen seien, und auf einmal habe es Bombendrohungen gegeben und der Alarm sei wieder los gegangen. Die Kollegen seien immer noch sehr verstört gewesen und Bombendrohungen seien nicht das, was sie am ersten Tag erwartet hätten.

„Wieso bin ich nicht wieder zurückgegangen und hab geholfen?“

Schnell haben die Leute also wieder an der Börse gehandelt. Die Firma hätten Psychologen bereitgestellt, die Kollegen beraten hätten. Er selbst sei nicht hingegangen. Er dachte, das wolle er selbst bewältigen. Aber die meisten Leute hätten sich mit den Psychologen unterhalten. Privat habe er über seine Erlebnisse gesprochen und kein Problem gehabt, die Geschichte zu erzählen. „Für mich macht es keinen Sinn, sie nicht zu erzählen. Das war auch ein bisschen therapeutisch für mich, man will diese Sachen ja nicht für sich selber behalten.

Wenn man diese Geschichten erzählt, kommt das alles raus. Man weint vielleicht, aber das hilft einem, diesen Stress zu bewältigen“, fasst er seine ganz persönliche Form der Therapie zusammen. Auch er habe wie viele Menschen nach solchen Ereignissen Schuldgefühle gehabt. Zwar war ihm bewusst, dass er nichts dafür konnte. Doch auch er hat sich gefragt: „Wieso habe ich überlebt? Wieso bin ich nicht wieder zurückgegangen und hab‘ den Leuten geholfen? Es macht eigentlich keinen Sinn, sich schuldig zu fühlen, aber so fühlt man sich eben.“

Er hatte keine Rachegefühle

Das so genannten posttraumatische Stresssyndrom sei bei ihm sofort da gewesen. Er hatte Albträume. Jedes Mal wenn er ein lautes Geräusch hörte, habe er sich sofort umgedreht. Auto, Lastwagen, Zug oder einfach nur Baulärm. Da habe er sofort Angst bekommen, dass irgendetwas passiert sei. Das sei etwa ein Jahr so gegangen. Dann hätten die Albträume aufgehört und das Herumschauen. Aber er habe sich wirklich bewusst bemüht, dieses Stresssyndrom zu bewältigen. Andere hätten das immer noch. Vielen bliebe das ihr ganzes Leben lang.

Die nach den Anschlägen von vielen in der Stadt empfundene Rachestimmung in der Stadt habe er nicht gehabt. Schließlich könne er keine Rachegefühle haben, wenn er nicht wisse, wer für solche Sachen verantwortlich sei. Aber so hätten seine Kollegen nicht gedacht, die meisten jedenfalls. Als die gehört hätten, dass es gegen Afghanistan gehe, wollten sie es denen zeigen. Doch wem eigentlich? „(…) man konnte damals keine andere Meinung vertreten, weil man dann als unpatriotisch abgestempelt wurde. Das gefiel mir überhaupt nicht.“ Die politische Stimmung sei damals in den USA sehr unangenehm gewesen. Die Menschen hätten sich nicht getraut, zu fragen, wer denn wirklich für die Anschläge verantwortlich sei. Wüssten wir, dass diese Leute wirklich dahinter steckten? Was machten wir eigentlich jetzt in Afghanistan? Wenn man sowas gefragt habe, auch als Politiker, dann sei man unamerikanisch gewesen.

„Ich habe 9/11 überlebt, und dann komm‘ ich auf so eine Terrorliste.“

Persönlich war er keinen Angriffen ausgesetzt. Er trage schließlich keinen Turban, Er hätte jüdisch sein können, Italiener oder Spanier. Aber in den Jahren danach habe man ihn jedes Mal, wenn er nach Deutschland geflogen sei oder irgendeinen internationalen Flug hatte, am Airport befragt und durchsucht. Jedes Mal. Dann habe sich herausgestellt, dass er auf einer Terroristenliste gestanden hätte. „Ich habe 9/11 überlebt, und dann komm‘ ich auf so eine Terrorliste. Toll, oder?“

Wie das passiert sei, habe man ihm jedoch nicht sagen wollen. Das letzte Mal sei er im April in Deutschland gewesen. Als er zurückkam, hätten sie ihn wieder herausgeholt. Das sei nicht nur eine normale Befragung, man hole einen aus der Schlange und werde in einem Hinterzimmer verhört. „Was ist Ihre Religionszugehörigkeit?“, würde da zum Beispiel gefragt. „Ich habe eigentlich gar keine Religion, das hat die bei einem mit dem Namen Mustafa ein bisschen überrascht. Was haben Sie in Deutschland gemacht? Wieso haben Sie nicht die US-Staatsbürgerschaft? Sie sind schon seit 15 Jahren hier, wieso haben sie die US-Staatsbürgerschaft nicht? Hatte keine Zeit, die zu beantragen. Ja, müssen sie aber haben. Solche Sachen.“ Er hätte sich überlegt, ob er nicht dem Präsidenten mal schreiben solle: „Schaut mal, Jungs, ihr habt jetzt den Bin Laden. Lasst mich doch in Ruhe. Ich habe damit nichts zu tun.“

Der Tod von Bin Laden bedeutet ihm nichts

Der Tod von Bin Laden im vergangenen Mai habe ihm im Gegensatz zu vielen Amerikanern nichts bedeutet. Es sei ja nicht Bin Laden, der wirklich hinter diesen Terroranschlägen stecke. Es sei die Einstellung der Leute. Die könnte man nicht umbringen, wenn man einen Führer umbringe. Und zeige man den jungen Leuten in Pakistan oder Afghanistan, dass man ein besserer Mensch sei, wenn man hergehe und jemanden ermorde, weil der andere Leute ermordet habe? Das mache keinen Sinn für ihn. Aber solche Sachen könne man natürlich nicht laut sagen.

Auch er sei nicht frei von Rachegfühlen gewesen, aber er sei nicht irrational. Er möchte erst wissen wer dafür verantwortlich sei. Hier wolle man jemanden sofort umbringen. Aber rational denken, damit hätten es die Leute hier nicht so. Die wollten einfach handeln, und das sei ein Problem für ihn.

In den letzten zehn Jahren hätte sich Amerika verändert. Heute könne man ohne überwältigende Emotionen über 9/11 reden. Man könne fragen: „War das wirklich eine gute Sache, dass wir gleich nach Afghanistan gegangen sind? Und was ist mit dem Irak? Die hatten ja nichts damit zu tun.“ Jetzt könne man darüber reden, insofern habe es sich ein wenig verbessert.

9/11 gab den Ausschlag, sein Leben zu überdenken

Ob die politischen Lager extremer geworden seien? Extremisten gäbe es immer schon. Aber die hätten natürlich diese Gelegenheit ausgenutzt, um ihre extremen Meinungen zu verkaufen. Bush wäre, so der Ex-Banker wahrscheinlich nicht wiedergewählt worden als Präsident, wenn diese Anschläge nicht passiert wären. Das habe er sofort ausgenutzt.
Heute handelt Mustafa Ücözler mit Ziershrimps und nicht mehr mit Aktien. Warum? Er sei immer schon ein kritischer Mensch gewesen.

9/11 habe den Ausschlag gegeben, sein Leben zu überdenken: Was mach er denn jetzt? Worum gehe es hier eigentlich? Er sei jetzt fast gestorben, solle er weitermachen und nur Geld verdienen, wie alle anderen leben und dann irgendwann sterben? Oder solle er jetzt vielleicht anders denken? Solle er ein Bestandteil dieses ganzen Schauspiels sein oder solle er vielleicht zuschauen und analysieren? „Ich habe mich für das Letztere entschieden. Deswegen hab‘ ich auch meinen Job an der Wall Street ein paar Jahre später aufgegeben. Diese Skandale, die es an der Wall Street gab, sind nur die Spitze des Eisberges. Es gibt viel mehr illegale Sachen, die diese Firmen machen. Es geht nur ums Geld, wie man rankommt ist eigentlich egal. Ob etwas ethisch nicht in Ordnung ist und auch kaum legal, es wird dort trotzdem gemacht.“ Wenn das überall so sei, auch in der Politik, dann frage man sich, möchte man wirklich Bestandteil dieses Ganzen sein? Er habe zu sich selber gesagt: „Nein. Möchte ich nicht.“

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